Radebeul - Sachsen will in aller Munde sein. Das darf man ruhig wörtlich nehmen. Dafür sorgen soll die neue Kampagne "So schmeckt Sachsen". Vorgestellt wird der Leckerbissen ab Montag auf der Grünen Woche in Berlin.
Eine schlichte Werkshalle in einem Gewerbegebiet in Radebeul. Wenige Schritte - und da steht sie, die flexibel aufgebaute Show-Küche in Violett und Maigrün. "Die Idee dazu kam uns beim Glühwein", erzählt Tobias Hänel vom Maschinenbauer AUMO.
Die Küche wird ab Montag zum Dreh- und Angelpunkt der neuen Kampagne der Tourismus Marketing Gesellschaft (TMGS) und des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands Sachsen (Dehoga) auf der Grünen Woche in Berlin.
"Dann serviert Sternekoch Benjamin Unger (46) vom Hotel 'Blauer Engel' in Aue seine 'Fish & Chips'-Variation 'Chips und Karpfen' und Tina Wessollek vom 'L'Auberge Gutshof' in Bischofswerda zeigt, wie die Oberlausitz das Elsass kulinarisch interpretiert", blickt Dehoga-Sachsen-Geschäftsführer Axel Klein (55) voraus.
Damit bewirbt Sachsen nicht nur sächsische Produkte wie Tannenberger Müsli aus Olbernhau (Erzgebirge) oder Karpfen aus der Oberlausitz, sondern macht auch Appetit auf kulinarische Entdeckungsreisen in den Freistaat.
Stollen aus Dresden selbstverständlich mit dabei
"Studien zeigen, dass Urlauber immer mehr Wert auf Authentizität und Regionalität legen", sagt TMGS-Chefin Veronika Hiebl (55). Mit ihren Angebotspaketen erzählt sie Geschichten.
Wie ein Dresdner die Milchschokolade erfand, wie das erste Kartoffelfeld im 17. Jahrhundert im Vogtland angelegt wurde oder wo das Leipziger Allerlei seine Wurzeln hat.
Und natürlich kommen dabei Quarkkäulchen, Stollen aus Dresden, Neinerlaa und Buttermilchgetzen aus dem Erzgebirge oder die Freiberger Eierschecke nicht zu kurz.
Für Tourismusministerin Barbara Klepsch (60, CDU) steckt viel Potenzial in der Kampagne. "Für mich schmeckt Sachsen ehrlich, echt, besonders."
Na dann: Schmecken lassen!