Klimawandel wirkt sich auch auf dem Feld aus: Landwirte setzen jetzt auf besondere Frucht
Bautzen - Der Klimawandel wirkt sich in Sachsen auch auf dem Feld aus. Beim Anbau setzen immer mehr Landwirte auf Feldfrüchte, die mit längeren Hitzeperioden und schlimmen Trockenphasen zurechtkommen. Ein Gewinner ist die Sojabohne.
Stefan Hesse (43), Landwirt aus Malschwitz in der Oberlausitz, ist mit seiner Entscheidung, Sojabohnen anzubauen, zufrieden. "Sie ist keine Wunderfrucht und braucht auch zur richtigen Zeit Wasser, aber sie ist hitzeverträglich", sagt Hesse.
Sein Betrieb ist auf Ackerbau spezialisiert und produziert Getreide, Ölsaaten, Hülsenfrüchte und Kartoffeln. Seit sieben Jahren baut Hesse auf etwa 20 Hektar Sojabohnen an.
Die Sojabohne wird unter anderem zur Herstellung von Tofu verwendet. "Sie ist einer der Gewinner des Klimawandels. Diese Frucht hat Zukunft", sagt Landesbauernpräsident Torsten Krawczyk (51).
Nach Verbandsangaben ist die Anbaufläche im Freistaat mit 2600 Hektar im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent gestiegen. Noch aber sind Sojabohnen ein Nischenprodukt. Bei Hesse machen sie circa 10 Prozent aus.
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Weitere Gewinner des Klimawandels sind Sonnenblume, Faserhanf, Sorghum-Hirse sowie Kichererbsen und Lupinen. Auch Quinoa und Amarant gelten als Kulturen, die dem Wandel trotzen können.
Titelfoto: Bildmontage: Holm Helis / picture alliance/dpa
