Kopf in den Sand stecken war gestern: Darum drückt dieser Bürgermeister sein Gesicht in den Schnee

Werdau - Die Freude über einen Winter, der seinen Namen verdient, weckt den Spieltrieb: Geisterhafte Schneemasken bevölkern als Snowface-Challenge die sozialen Netzwerke. Mittlerweile kommen die lustigen Gesichter auch aus Sachsen.

Mit einer vollen Schüssel trat Oberbürgermeister Sören Kristensen (61) auf den Rathausbalkon ... nahm die kalte Packung furchtlos ins Visier ... und drückte sein Gesicht beherzt in den Schnee.  © Facebok/Sören Kristensen

Wer traut sich, mit dem Gesicht voran im Schnee noch einige Sekunden auszuharren?

Der Spaß aus dem Netz hat es jetzt bis ins Werdauer Rathaus (Landkreis Zwickau) geschafft. Dort hält Oberbürgermeister Sören Kristensen (61, parteilos) nichts davon, seinen Kopf in den Sand zu stecken. Viel lieber steckt er ihn fröhlich in den Schnee.

Die erfrischende Amtshandlung vollzog sich auf dem Rathausbalkon am Markt. Dort hielt das Stadtoberhaupt mittags mit einer schneegefüllten lila Plastikschüssel eine kleine Ansprache und presste dann sein Gesicht tapfer in die gefrorene Winterpracht.

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"Auf dem Balkon lag nicht genug, deshalb hat mir eine Mitarbeiterin eine passende Menge vom Rathaushof gebracht", erklärt er die kleine Abwandlung.

Zum Unfug angestiftet wurde auf höchster Ebene: Kristensens Amtskollege in der Partnerstadt Röthenbach an der Pegnitz, Bürgermeister Klaus Hacker, hatte die Aufforderung nach Werdau geschickt.

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Der OB dokumentierte seine Mutprobe mit einem Video auf Facebook und Instagram und animierte den nächsten Stadtchef, es ihm gleichzutun: "Ich gebe den Ball jetzt weiter an die andere Partnerstadt und nominiere Christoph Dellmans in Kempen am Niederrhein."

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