Schneller nach Prag: Ministerin drängt in Berlin aufs Tempo

Dresden - Sachsen und die EU machen bei der Bahnstrecke Dresden-Prag Druck auf Berlin.

EU-Koordinatorin Margarida Marques (72) konferierte am Montag mit der Ministerin in Dresden.
EU-Koordinatorin Margarida Marques (72) konferierte am Montag mit der Ministerin in Dresden.  © imago/Future Image

"Der Bund sollte schnellstmöglich die weiteren Schritte finanzieren", erklärte Infrastrukturministerin Regina Kraushaar (61, CDU) nach einem Treffen mit Margarida Marques (72), EU-Koordinatorin für den Rhein-Donau-Korridor, am Montagabend in Dresden.

Der Korridor verbindet nicht nur Deutschland enger mit Tschechien, sondern auch den Norden mit dem gesamten europäischen Südosten. Die Hochgeschwindigkeitsstrecke setze neue wirtschaftliche Impulse in einer Schlüsselregion Europas, betonte Marques. "Jetzt braucht es Entschlossenheit und Tempo in der Umsetzung."

Beides hängt an Berlin.

Sachsens Infrastrukturministerin Regina Kraushaar (61, CDU) will jetzt Nägel mit Köpfen. Entscheiden muss aber Berlin.
Sachsens Infrastrukturministerin Regina Kraushaar (61, CDU) will jetzt Nägel mit Köpfen. Entscheiden muss aber Berlin.  © Holm Helis
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Die Bahn soll künftig in einer Stunde von Dresden nach Prag fahren. Bislang braucht der Zug noch rund 2,5 Stunden für die Strecke.
Die Bahn soll künftig in einer Stunde von Dresden nach Prag fahren. Bislang braucht der Zug noch rund 2,5 Stunden für die Strecke.  © Marko Förster

Ministerin kämpft für Bahnstrecke nach Prag

Selbst wenn der Bundestag demnächst grünes Licht für das Projekt geben sollte, muss anschließend die Bundesregierung die Gelder dafür bereitstellen, damit die Neubaustrecke in der EU-Förderperiode 2028 bis 2034 eine realistische Chance auf Mitfinanzierung erhält.

Wenn das klappt, steht auch dem anvisierten Baubeginn 2032 nichts mehr im Wege.

Titelfoto: Marko Förster, Holm Helis

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