Lebensgefahr auf Bahnstrecke in Freital! Zugverkehr komplett eingestellt

Freital - Am Mittwochnachmittag musste die Polizei zu einer Bahnstrecke in Freital anrücken. Grund waren zwei Kinder (9), die sich im Gleisbereich aufhielten. Der Zugverkehr musste komplett eingestellt werden.

Auf einer Bahnstrecke in Freital kam es am Mittwoch zu einem größeren Polizeieinsatz. (Symbolfoto)
Auf einer Bahnstrecke in Freital kam es am Mittwoch zu einem größeren Polizeieinsatz. (Symbolfoto)  © Sven Hoppe/dpa

Der größere Polizeieinsatz wurde gegen 17 Uhr ausgelöst, nachdem ein Lokführer die Kinder auf der Strecke zwischen den Bahnhöfen Freital-Potschappel und Freital-Deuben entdeckt und über die Notfallleitstelle gemeldet hatte.

Da sich die beiden Neunjährigen durch ihre Aktion in akuter Lebensgefahr befanden, sperrte man die Strecke sofort für den gesamten Zugverkehr.

Als die Einsatzkräfte eintrafen und Kontakt zum Lokführer aufgenommen hatten, konnten sie die Jungen im Bereich aufgreifen. Noch immer hielten sich die beiden an den Gleisen auf.

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Die Beamten brachten die Kinder umgehend in Sicherheit und informierten die Erziehungsberechtigten. An diese konnten die Jungen später übergeben werden. Ihnen war glücklicherweise nichts passiert.

Für den Bahnverkehr hatte der Vorfall erhebliche Konsequenzen: Laut der DB InfraGO war der Zugverkehr von 16.51 bis 17.20 Uhr komplett eingestellt. Bei acht Zügen traten Verspätungen auf, die zusammengerechnet 143 Minuten betrugen. Zudem wurden zwei Teilausfälle registriert.

Nach Abschluss des Einsatzes konnte die Strecke wieder freigegeben werden.

Nach Zwischenfall in Freital: Bundespolizei warnt

Das sollte eigentlich jedem klar sein: Das Betreten von Gleisanlagen ist für Unbefugte strikt verboten - und lebensgefährlich!
Das sollte eigentlich jedem klar sein: Das Betreten von Gleisanlagen ist für Unbefugte strikt verboten - und lebensgefährlich!  © Patrick von Frankenberg/dpa

Aufgrund des aktuellen Vorfalls weist die Bundespolizei auf die großen Gefahren an Bahnanlagen hin, deren Betreten für Unbefugte strikt verboten ist. "Da sich Züge, insbesondere elektrisch betriebene, fast lautlos nähern und je nach Windrichtung erst extrem spät wahrgenommen werden, bleibt bei ihrer hohen Geschwindigkeit kaum Zeit zum Reagieren", so die Bundespolizeiinspektion Dresden. Hinzu kommt der lange Bremsweg der Züge.

Auch die Oberleitung mit einer Spannung von 15.000 Volt stellt ein tödliches Risiko dar, wobei noch nicht einmal ein direkter Kontakt nötig ist.

Objekte auf die Schienen zu legen, bringt nicht nur die Verursacher in Gefahr, sondern auch die Fahrgäste im Zug und Personen in der Nähe der Gleisanlagen.

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Neben Verletzungen oder sogar Tod drohen Verantwortlichen zudem auch strafrechtliche Folgen.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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