Millionen-Spritze für Sachsens Feuerwehrschule
Dresden - Die Staatsregierung muss zukünftig umfassend über den Stand des Ausbaus und der Modernisierung der Feuerwehr- und Katastrophenschutzschule in Nardt (bei Hoyerswerda) berichten. Das hat der Landtag am späten Mittwochabend beschlossen.
"Das ist ein wichtiges Signal für die Einsatzkräfte im Land. Es geht nicht um ein Bauprojekt, sondern um die Leistungsfähigkeit unseres gesamten Brand- und Katastrophenschutzes. Wer Sicherheit ernst meint, muss bei der Ausbildung anfangen", sagte der Abgeordnete Jens Hentschel-Thöricht (48, BSW).
Seine Fraktion hatte den Antrag eingebracht. Im Rahmen des Konsultationsverfahrens ergänzten diesen dann CDU und SPD. Ihr Fokus lag dabei auf den Anforderungen an die inhaltliche Ausrichtung der Ausbildung und die stärkere Verknüpfung von Brand- und Katastrophenschutz.
Die Feuerwehrschule Nardt ist die zentrale Ausbildungsstätte für Tausende haupt- und ehrenamtliche Einsatzkräfte.
Seit Jahren drängen diese darauf, dass die Schule erweitert und modernisiert wird, um die Bedarfe abdecken zu können.
Mittelaufstockung aus Sondervermögen ermöglicht Chance, vollständigen Ausbau zu verwirklichen
Bei ersten Planungen ging man von einer Summe von 80 Millionen Euro aus - allein für die Ausbildungshalle.
Durch die Mittelaufstockung aus dem Sondervermögen besteht jetzt die Chance, den vollständigen Ausbau zu verwirklichen, heißt es dazu aus dem Innenministerium.
Im Landtag wurde auch vereinbart, dass man sich in Art- und Umfang der Baumaßnahmen an vergleichbaren Landesfeuerwehrschulen orientiert. 180 Millionen Euro stehen dazu jetzt als Bausumme im Raum.
Titelfoto: Bildmontage: IMAGO/Rainer Weisflog, dpa/Sebastian Kahnert
