Minister mahnt Rüstungsbetrieb zum Geldausgeben
Dresden/Görlitz - Nach dem beschlossenen Einstieg des Bundes beim französischen Panzerbauer KNDS fordert Sachsens Wirtschaftsminister jetzt Investitionen im Freistaat.
Wenn der Bund seine geplante Beteiligung an KNDS als industriepolitisches Signal verstehe, dann müsse dieses Signal auch im Freistaat ankommen, teilte Dirk Panter (52, SPD) mit.
"In Form von Investitionen, Forschung, Entwicklung und industrieller Wertschöpfung. Die Milliarden müssen auch hier ausgegeben werden", so der Wirtschaftsminister.
Deutschland und Frankreich hatten am Montag eine Vereinbarung zum Einstieg der Bundesregierung beim Rüstungskonzern KNDS bekannt gegeben. Die Bundesregierung strebe eine Beteiligung in Höhe von 40 Prozent an, bestätigte Regierungssprecher Stefan Kornelius (60).
Panter hatte bereits im vergangenen Jahr mit einem Thementag auf die Vielfalt der Rüstungsindustrie in Sachsen aufmerksam gemacht. KNDS verfügt bereits über ein Standbein im Freistaat.
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Der Konzern hatte 2025 das Werk des Schienenfahrzeugherstellers Alstom in Görlitz übernommen, um dort Panzerteile zu produzieren. "Der Staatseinstieg kann und muss eine Chance für den Osten sein", bekräftigte Panter.
Titelfoto: Bildmontage: IMAGO/pictureteam, Eric Münch
