MP Kretschmer schlägt Alarm: "Gerade brennt überall die Brandmauer durch"

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Von Jasmin Beisiegel

Dresden - Im Kampf gegen die AfD warnt Ministerpräsident Michael Kretschmer (51) davor, zu stark auf Ausgrenzung zu setzen. "Gerade brennt überall die Brandmauer durch", sagte der CDU-Politiker dem Spiegel.

Ministerpräsident Michael Kretschmer (51, CDU) warnt eindringlich vor der AfD.
Ministerpräsident Michael Kretschmer (51, CDU) warnt eindringlich vor der AfD.  © Hendrik Schmidt/dpa

Kretschmer zog einen Vergleich zum Brandschutz: "Brandwände sind dazu da, die Ausbreitung eines Brandes auf andere Gebäudeteile zu verhindern." Sie verzögerten die Entwicklung nur, lösten aber kein Problem.

Aus Kretschmers Sicht ist der Erfolg der AfD auch das Resultat einer schlechten Politik. "Nur wenn wir das rechtzeitig ändern, hat die Brandmauer ihre Funktion erfüllt."

Wenn nicht, brenne sie durch. Es gebe mittlerweile Orte, an denen die AfD Wahlen gewinne und auf andere Parteien nicht mehr angewiesen sei.

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"Wir müssen dafür sorgen, dass die AfD nie in Macht und Verantwortung kommt", mahnte Kretschmer. Eine Zusammenarbeit der CDU mit der AfD schloss er vehement aus.

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Mehr Mitbestimmung gegen Ohnmachtsgefühl

Kretschmer positioniert sich deutlich gegen "Rechtsextremisten wie Björn Höcke" (54, AfD).
Kretschmer positioniert sich deutlich gegen "Rechtsextremisten wie Björn Höcke" (54, AfD).  © Martin Schutt/dpa

Jeder in seiner Partei wisse, dass sich "diese Truppe" immer weiter radikalisiere.

"Dort haben Rechtsextremisten wie Björn Höcke das Sagen. Das können für uns niemals Partner sein", sagte der Ministerpräsident. Um den Erfolg der AfD einzudämmen, plädierte er für mehr Mitbestimmung der Bürger.

Viele Menschen wählten AfD, weil sie das Gefühl hätten, auf die Dinge um sie herum wie Windkraftausbau oder immer neue Regulierungen der EU keinen Einfluss zu haben.

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"Wenn die AfD an Bedeutung verlieren soll, müssen wir den Menschen das Gefühl geben, nicht ohnmächtig zu sein." Bloße Ausgrenzung der Partei bringe nichts.

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa

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