Nach Brandanschlag in Berlin: Angriffe auf Sachsens Energieinfrastruktur nicht auszuschließen
Dresden - Der Brandanschlag auf Energieinfrastruktur in Berlin wirft viele Fragen auf. Eine davon lautet aus sächsischer Perspektive: Wäre so etwas auch hierzulande möglich? "Ja", sagt Innenminister Armin Schuster (64, CDU).
Er ergänzt: "Terroristische Angriffe auf die Strom- und Wärmeversorgung können wir grundsätzlich nicht ausschließen. Wir müssen mit dieser Gefahr leben, denn es ist schier nicht möglich, die kritische Infrastruktur überall und jederzeit umfassend zu schützen."
Hochprofessionelle Täter, die mit purer krimineller Energie vorgehen, sind kaum zu stoppen, räumt Schuster ein.
In diesem Zusammenhang stellte er klar, dass es gegenwärtig keine konkreten Hinweise dafür gibt, dass die "Vulkangruppe" (hat sich zum Brandanschlag in Berlin bekannt) Verbindungen nach Sachsen unterhält. Armin Schuster warnt grundsätzlich vor der Gefahr, die von linken militanten Gruppen ausgeht.
Der Minister kündigte am Montag an, die aktuelle Lage auf dem Energiesektor in puncto Sicherheit und Gefahrenabwehr prüfen zu lassen. Er sieht Sachsen da recht gut gerüstet.
Zudem verweist der Minister auf zahlreiche Investitionen, die in der jüngsten Vergangenheit den Katastrophenschutz in Sachsen gestärkt haben. Außerdem regelmäßige Übungen zur Bewältigung von für die Bevölkerung kritischen Situationen. "Wir sind da schon wirklich gut aufgestellt", sagt Schuster.
Titelfoto: Bildmontage: dpa/Sebastian Kahnert, Thomas Türpe
