Nach faszinierendem Juli-Vollmond: Weitere Himmel-Highlights folgen
Waldheim - Am Mittwochabend zeigte sich über Sachsen der Vollmond in seiner ganzen Pracht. Danach folgen in knapp zwei Wochen direkt weitere Himmel-Highlights: Sonnenfinsternis und ein Sternschnuppenstrom.
Kurz nachdem der Juli-Vollmond, der unter anderem auch "Donnermond" (häufige Gewitter in dieser Jahreszeit) oder "Heumond" (aus dem Bauernkalender, da der Juli die Hauptzeit der Heuernte ist) genannt wird, aufging, erschien er orange bis rötlich am Horizont.
Dabei wirkte er besonders "nah".
Das liegt daran, dass der Mond zu dieser Jahreszeit sehr niedrig am Horizont bleibt. Dabei vergleichen wir ihn ganz automatisch mit Bäumen oder Häusern, was den Eindruck eines gigantischen Monds verstärkt. Er ist aber tatsächlich nicht größer als sonst.
Der nächste Vollmond ist am 28. August 2026.
Sonnenfinsternis und Sternschnuppenstrom stehen bevor
Ein weiteres Himmelsspektakel erwartet uns schon ganz bald - am 12. August. Der Mond schiebt sich zwischen Sonne und Erde und verdeckt dabei die Sonne - es kommt zur Sonnenfinsternis. In Spanien wird es an diesem Tag richtig dunkel, dort wird es nämlich sogar eine totale Sonnenfinsternis geben.
In Deutschland werden je nach Region zwischen 84 und 93 Prozent der Sonne verdeckt.
Die totale Phase des astronomischen Ereignisses startet am 12. August gegen 19 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ). Das Maximum wird dann gegen 19.46 Uhr MESZ über dem Nordatlantik südwestlich von Island erreicht.
Über Chemnitz, Dresden und Leipzig verdeckt der Neumond am Abend des 12. August zum Sonnenuntergang etwa 86 Prozent der Sonnenscheibe. Der Ablauf der Finsternis hängt vom jeweiligen Standort ab. In Chemnitz startet das Ereignis gegen 19.18 Uhr, 20.11 Uhr soll es die maximale Verdunklung erreichen und 21.01 Uhr endet es dann.
Die nächste totale Sonnenfinsternis in Deutschland ist noch weit entfernt, sie wird erst am 3. September 2081 zu sehen sein. Die letzte totale Sonnenfinsternis über Deutschland ereignete sich am 11. August 1999.
Ohne Schutz solltet Ihr bei einer Sonnenfinsternis nicht in die Sonne schauen. Erst recht nicht mit einem Fernglas oder Teleskop. Es reichen Sekunden aus, um die Netzhaut zu schädigen. "Das Tückische dabei: Es gibt kein Warnsignal. Netzhautschäden lösen keinen akuten Schmerz aus. Wenn die Schädigung des Sehvermögens bemerkt wird, ist es schon zu spät. Die Schäden sind vorhanden und heilen nicht mehr", teilt das Bundesamt für Strahlenschutz mit.
Danach folgt direkt ein weiteres Himmels-Highlight: In der Nacht auf den 13. August erreicht der Sternschnuppenstrom der Perseiden sein Maximum. Die beste Beobachtungszeit dafür liegt nach Mitternacht bis in die frühen Morgenstunden. Zu sehen sind dann etwa 100 Sternschnuppen pro Stunde.
Titelfoto: Bildmontage: EHL Media/Tim Meyer, Harry Härtel

