Nach MDR-Absage: Radeburger Narren planen eigene Live-Übertragung

Radeburg - Karneval ohne Kamera? Nicht in Radeburg! Der MDR steigt aus, doch der Radeburger Carnevals-Club (RCC) lässt sich die Party nicht nehmen. Statt Absage heißt es jetzt: Livestream komplett in Eigenregie.

Auch dieses Jahr werden Tausende Narren nach Radeburg stürmen.  © Daniel Wagner/dpa

Der Karnevalsumzug in Radeburg ist seit Jahrzehnten das bunte Highlight der fünften Jahreszeit. Doch Anfang des Jahres kam die Hiobsbotschaft: Der MDR überträgt den Umzug nicht live.

"Wir haben am 12. Januar davon erfahren, Begründung waren Budgetkürzungen", sagt Kai Drabe (46), Vorsitzender des RCC.

Für den Verein war schnell klar: Aufgeben ist keine Option. "Uns war es wichtig, dass die Menschen, die nicht nach Radeburg kommen können, trotzdem dabei sein können."

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Immerhin ziehen rund 2500 Aktive durch die Straßen - und das sollte nicht einfach verpuffen. Geplant ist nun eine professionelle Live-Übertragung mit Moderation aus einem Studio, zwei festen Kameras, einer Drohne und zwei "rasenden Reportern", die live von der Strecke berichten und Interviews führen: "Das kostet uns rund 10.000 Euro zusätzlich. Deshalb hoffen wir auf Spenden."

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Karneval-Vereinschef Kai Drabe (46) hofft auf Unterstützung für den Stream.  © privat
Der Umzug am Sonntag vor Aschermittwoch ist eines der Highlights.  © Daniel Wagner/dpa

Der Livestream soll kostenlos auf dem YouTube-Kanal des RCC laufen. Wer den Karneval unterstützen möchte, kann sich an der Spendenaktion (auf betterplace.org) beteiligen.

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