Neujahrsansprache im Sächsischen Landtag: Warum 2026 gut werden soll
Dresden - Zuversicht, Zuversicht, Zuversicht - gut ein Dutzend Mal benutzte Landtagspräsident Alexander Dierks (38, CDU) am Montag dieses Wort bei seiner Neujahrsansprache im Landtag. Er schwor die Abgeordneten sowie 300 Gäste ein auf ein entscheidendes Reformjahr 2026 und forderte Durchhaltevermögen.
"2026 wird ein gutes Jahr werden. Ich weiß, dass das in Anbetracht der Weltlage und des Umstands, dass Nostradamus inzwischen der beliebteste Ratgeber mit Blick auf die Zukunft zu sein scheint, eine gewagte These ist. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass Zukunft ohne Zuversicht sinnlos ist. Und dass es Demokraten innewohnt, daran zu glauben, dass es gelingen kann, die Zukunft gut zu gestalten", sagte Dierks.
Der Christdemokrat appellierte daran, die "einmalige Erfolgsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland und des vereinten Europas kraftvoll miteinander zu verteidigen".
Dierks sieht die Notwendigkeit, dass sich das "Gemeinwesen im positiven Sinne wieder einmal neu erfinden muss". Er möchte "Erfolge organisieren. Und dabei wissen, dass Politik die Kunst des Möglichen ist."
Der rote Faden "Zuversicht" zog sich schon durch die Neujahrsansprache von Ministerpräsident Michael Kretschmer (50, CDU). Der Landesvater warb für ein gutes Miteinander, Geduld und gemeinsames Anpacken: "Besinnen wir uns auf unsere Stärken. Besinnen wir uns auf das, was wir gemeinsam geschaffen und geschafft haben."
Übrigens: Vor einem Jahr standen die Werte Respekt, Anstand und Fleiß beim MP im Mittelpunkt. Dierks Rede kreiste damals um den Begriff "Kompromiss".
Titelfoto: Bildmontage: Eric Münch
