Osterbasar der Justiz: Was Handwerker hinter Gittern leisten

Dresden - Hinter Gittern wird gehämmert, gebacken und geschweißt: Beim Osterbasar im Justizministerium zeigten Sachsens Häftlinge am Dienstag, was wirklich in ihnen steckt. Zwischen Osterdeko und leckeren Backwaren standen Besucher Schlange und staunten nicht schlecht. Denn was hier entsteht, hat mit Klischees wenig zu tun.

Till Pietzcker, Amts-Chef des Justizministeriums, freut sich, dass solche Veranstaltungen stattfinden.  © Thomas Türpe

Ein breites Angebot - von Deko über Taschen und Vasen bis hin zu hochwertigen Edelstahl-Grills. Besonders begehrt: Backwaren und Wurst.

Amts-Chef Till Pietzcker fand klare Worte: "Wir freuen uns total darüber, dass wir so was machen können. Das ist einfach ein Zeichen, um zu zeigen, was dort alles hergestellt werden kann."

Und weiter betonte er die Bedeutung der Arbeit: "Die Menschen haben eine sinnvolle Beschäftigung und bekommen eine Perspektive." Von rund 2800 arbeitsfähigen Gefangenen sei etwa die Hälfte beschäftigt.

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Genau das will auch der "Gitterladen" vermitteln. Marketing-Referentin Sylvia Langer sagt: "Unser Wunsch ist, ins Gespräch zu kommen und den Leuten vieles näherzubringen."

Viele wüssten gar nicht, was hinter den Mauern entsteht: "Man denkt oft, sie werden einfach nur weggeschlossen."

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Sylvia Langer zeigt Produkte von Gitterladen.de, wo es die verschiedensten Produkte zu kaufen gibt.  © Thomas Türpe
Hier erkennt man, mit wie viel Liebe zum Detail gearbeitet wird.  © Thomas Türpe

Von Upcycling-Produkten bis hin zu Metall- und Holzarbeiten

Diese Insektentränken in Blumenform wurden in Chemnitz geschaffen.  © Thomas Türpe

Von Upcycling-Produkten aus Zeithain bis zu Metall- und Holzarbeiten - die Vielfalt ist groß. In Chemnitz entstehen in der Arbeitstherapie sogar kleine Insektentränken.

Die Ergotherapeutin berichtet stolz: "Da haben sich die Damen richtig Mühe gegeben und es wird schön sein, ihnen das positive Feedback geben zu können."

Wie wichtig echte Arbeit ist, zeigt auch die Schlosserei der JVA Dresden. Hier gehen gerade im Frühjahr viele Aufträge ein.

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Leiter Tobias Richter (44) erklärt: "Die Gefangenen kommen am Anfang oft und sagen: 'Das kann ich nicht.'" Doch am Ende zählt das Ergebnis: "Dann sehen sie, was sie selbst gebaut haben, und sind richtig stolz."

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