Panne vom Amt: Wald in Sachsen voller toter Fische
Altenberg - Spaziergänger im Wald zwischen Altenberg und Rehefeld machten am Wüsten Teich eine traurige Entdeckung: Unterhalb des Damms lagen tote Fische am Boden und Bachlauf. Grund für das Fischsterben ist ein amtliches Versehen.
Der Wüste Teich (auch Alter oder Schwarzer Teich genannt), ist ein bekanntes Gewässer im Osterzgebirge. Er war im 16. Jahrhundert angelegt worden, um für die Flößerei auf der Wilden Weißeritz zusätzliches Wasser bereitzustellen. Nun geschah an dem einsamen Gewässer mitten im Wald ein Unglück.
Laut Forstbezirk Bärenfels wurde am Freitag planmäßig und in Abstimmung mit den zuständigen Behörden das Wasser abgelassen, um den Grundablass zu erneuern, Damm und Überlauf herzurichten. Man habe fürs Ablassen vier Tage einkalkuliert, sich aufgrund geringer Erfahrung dabei aber verschätzt.
"Leider lief das Wasser schneller ab", bedauert eine Sprecherin des Forstbezirks. Als man am Sonntag (also am dritten Tag) wie vorgesehen zum Abfischen anrückte, waren die Fische bereits verendet.
Laut Sprecherin handelte es sich um ein paar Dutzend Plötzen und einige Barsche. Die toten Tiere wurden eingesammelt. Wenigstens habe man vorm Ablassen noch Froschlaich gesichert und umgesetzt, so die Sprecherin.
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Die Sanierungsarbeiten sollen weitergehen. Bis Herbst soll alles fertig werden und das Wasser im Teich wieder angestaut werden. Es wird dann auch fürs Beschneien der nahen Biathlon-Anlage benötigt.
Titelfoto: Egbert Kamprath
