Dresden/Zwickau - Der VW-Konzern soll an seinem Produktionsstandort in Zwickau eine Kooperation mit einem chinesischen Autobauer eingehen, schlägt Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter (51, SPD) vor. In diesem Zusammenhang hat sich Ex-Staatsminister Thomas Schmidt (65, CDU) zu Wort gemeldet.
"Ich erwarte, dass VW in Zwickau auch in Zukunft E-Autos baut. Den Vorschlag halte ich für richtig, denn er versucht, Wertschöpfung herzubringen", sagt Schmidt, der an der Spitze der Europäischen Allianz der Automobilregionen steht.
Er hat nichts dagegen, wenn neue ausländische Konzerne in Deutschland investieren, um hier Fahrzeuge zu bauen: "Man sollte dabei aber auch in Korea oder Japan anfragen und nicht nur an Autos denken. Auch die Fertigung von Nutzfahrzeugen und Bussen wäre hier denkbar."
Ihm ist wichtig, dass dabei lokale Firmen als Zulieferer und Dienstleister mit im Boot sitzen.
Vorsicht mahnt der Politiker bei der Bevorzugung der Militärtechnik-Branche an. Schmidt: "Wir brauchen eine breit aufgestellte Wirtschaft - von Mobilität bis hin zu Medizintechnik."
Verlegung von ID.3-Produktion nach Wolfsburg geplant
Darum ging es bei Dirk Panters Vorschlag: Nach aktueller Planung wird Ende 2027 die Halle 5 bei VW in Zwickau frei.
Dann soll die ID.3-Produktion nach Wolfsburg verlagert werden.
Anfang dieser Woche hatte der Minister VW aufgefordert, zu prüfen, ob in der künftig nicht ausgelasteten Halle Fahrzeuge chinesischer Hersteller im Rahmen eines Joint Ventures produziert werden können.