Porno-Skandal an sächsischer Schule: Sex-Kursleiterinnen gefeuert

Schleife (Landkreis Görlitz) - Nach einem skandalösen Sex-Projekt an einer Oberschule im sächsischen Schleife wurden die zwei Kursleiterinnen aus Berlin von der Einrichtung gefeuert. Gegen sie ermittelt die Polizei.

An einer Oberschule in Sachsen soll es im März einen Porno-Skandal während einer Projektwoche gegeben haben. (Symbolfoto)  © 123RF/andreaobzerova

In der Projektwoche der neunten Klasse an der Oberschule "Dr. Marja Grollmuß" sollen laut Bild-Informationen im März unter anderem Nahaufnahmen von Penissen und Bilder von Oral-Sex unter Männern gezeigt worden sein. Medienberichten nach wurden auch AfD-kritische Flugblätter unter den Schülern verteilt. Thema der Projektwoche wäre "Mut" gewesen.

Geleitet wurde das Theaterprojekt, was von der gemeinnützigen Amadeu-Antonio-Stiftung gefördert wurde, demnach von zwei Frauen aus Berlin. Für sie war bereits an Tag eins von eigentlich geplanten fünf Schluss – die sächsische Schule feuerte die Projektleiterinnen nach Protesten der Eltern.

Die Schüler der neunten Klasse wären durch die pornografischen Fotos laut Bild-Bericht teilweise "verstört" gewesen.

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Mehrere Eltern betroffener Schüler haben mittlerweile Strafanzeige erstattet, der Revierkriminaldienst Weißwasser ermittelt gegen zwei weibliche Tatverdächtige im Erwachsenenalter. Der Verdacht: das Verbreiten pornografischer Inhalte an Unter-18-Jährige.

Lehrer seien am besagten Tag nicht mit im Klassenzimmer gewesen, die Schüler waren mit den beiden Frauen, darunter offenbar auch eine ausgebildete Pädagogin, allein gewesen.

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Schul-Amt will Sachverhalt an sächsischer Oberschule aufklären

Zwei Frauen hätten Schülern im Rahmen eines Theaterprojektes unangemessene Fotos gezeigt, so der Vorwurf. (Symbolfoto)  © Marcus Brandt/dpa

Das Landesamt für Schule und Bildung stehe laut Deutscher Presse-Agentur mit der Oberschule eng in Kontakt, um den Vorfall aufzuklären. Zusammen mit der Schulleitung wolle man die Vorwürfe prüfen.

Geklärt werden müsse auch, ob die Verantwortlichen mit ihrem Handeln gegen Regularien des sächsischen Schulgesetzes verstoßen haben.

Die Amadeu-Antonio-Stiftung zog bereits Konsequenzen, stoppte die Zusammenarbeit wie auch die Förderung, heißt es in einem Bericht der Sächsischen Zeitung.

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Bei einer Gemeinderatssitzung am Dienstagabend sollen auch Eltern der Neuntklässler anwesend gewesen sein. Man fände das Vorgehen im Projekt "befremdlich", habe es in der Diskussion geheißen.

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