Dresden - Der Protest gegen die Zusammenlegung der bisher unabhängigen Landesämter für Archäologie und Denkmalpflege weitet sich aus.
Ursprünglich vom Landesverein Sächsischer Heimatschutz (LSV) und vier weiteren Kultureinrichtungen initiiert, haben inzwischen über 30 weitere Institutionen und Einzelpersonen den offenen Brief an die Staatsregierung unterzeichnet, darunter das Nationalkomitee des ICOMOS, der Internationalen Denkmalschutzorganisation.
Das Papier fordert unter anderem den Erhalt der Selbstständigkeit der beiden Fachämter.
Wenn die Pläne der Staatsregierung umgesetzt werden, sei zu befürchten, dass sich Situationen wie 1968 häufen, als die Leipziger Pauliner Kirche gegen fachlichen Rat abgerissen wurde, erklärte der LSV-Vorsitzende Thomas Westphalen (68) am Mittwoch in Dresden.
Inzwischen ist auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz auf die Pläne aufmerksam geworden. "Wir sehen die Entwicklung mit Sorge", sagte eine Vertreterin.
Am Wochenende tagen die ehrenamtlichen Beauftragten für Denkmalpflege in Leipzig, am nächsten Dienstag die Denkmalfachämter der Länder auf Schloss Hubertusburg (Nordsachsen).