Klingenberg - Das Verbundsystem aus Trinkwasser-Talsperren, das die Landeshauptstadt mit dem kühlen Nass versorgt, ist aktuell nur zu etwas mehr als der Hälfte gefüllt. Reicht das Trinkwasser in Sachsen, wenn der Sommer kommt?
Die Talsperren Lehnmühle und Klingenberg (Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) versorgen rund 60 Prozent von Dresden sowie Teile des Osterzgebirges und Freital mit Trinkwasser. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit ist das Verbundsystem derzeit nur zu 64,2 Prozent gefüllt.
Sachsenweit werden rund 40 Prozent der Bevölkerung mit dem Wasser aus den insgesamt 25 Trinkwasser-Talsperren versorgt.
Umweltminister Georg-Ludwig von Breitenbuch (54, CDU): "Sie werden in Zukunft eine noch wichtigere Rolle spielen, da wir uns auf häufigere Wetterextreme wie Trockenheit oder Dürre einstellen müssen."
Zur Absicherung der Versorgung sollen weitere Einzugsgebiete erschlossen und die Verbundsysteme ausgebaut werden. Breitenbuch plant dabei mit Finanzmitteln aus dem Infrastrukturfonds des Bundes und dem Sachsenfonds.
Von Breitenbuchs Vorgänger Wolfram Günther (52, Grüne) sieht dessen Politik kritisch: "Wir haben ermöglicht, dass Geld aus dem Sachsenfonds für Wasserschutz genutzt werden kann, weil es der Minister nicht entsprechend priorisiert hat", so Günther.
Alles, was aktuell sonst noch laufe, werde über den Klimafonds finanziert, "den auch wir eingerichtet haben".