Narrenhände beschmieren Tisch und Wände: Gemeinde im Landkreis Leipzig ist stinksauer!
Von Anke Brod
Borsdorf - Das Entsetzen im Ort ist groß: Vor Kurzem erst liebevoll umgestaltet, flattern nun rotweiße Absperrbänder um den Spielplatz am Wohngebiet "An der Parthenaue" in Borsdorf (Landkreis Leipzig). Nimmt die Zerstörungswut in der Gemeinde zu?
"Leider wurde der Spielplatz Parthenaue am Wochenende mutwillig verunreinigt, beschädigt und beschmiert", ließ die Borsdorfer Gemeindeverwaltung am Montag verlauten. Die Folge: "Aufgrund dieses sinnlosen Vandalismus wird der Spielplatz vorübergehend geschlossen." Die Tat wurde demnach bei der Polizei angezeigt.
Beim Besuch vor Ort stieß TAG24 unter den Anwohnern der Parthenaue auf Kopfschütteln und Unverständnis. "Wir haben das am Wochenende beim Spaziergang gesehen", sagte eine Frau betroffen.
Sogar bei der Eröffnung des Kiosks "Gleis 1" im Borsdorfer Bahnhof am Montag sprachen einige Kunden über die unschönen Geschehnisse in dem Wohngebiet.
Darüber hinaus habe es aber auch am Bahnhof wieder Vandalismus gegeben, wie TAG24 bei dem Anlass erfuhr. Im Übrigen kam es hier schon zu Sprengungen am Fahrkartenautomaten. Wie ein Mahnmal erinnert zurzeit lediglich ein Betonsockel mit angeschraubtem Schild an den jüngsten Vorfall.
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Borsdorfer sollen Vandalismus melden
Der Borsdorfer Bürgermeisterin Birgit Kaden (CDU) reicht es jetzt mit den mutwilligen Zerstörungen. "Schicken Sie uns Fotos, sprechen Sie uns an, rufen Sie gegebenenfalls die Polizei", appelliert sie an die Bürger.
In einem Statement weist die Gemeindechefin zudem auf die aktuelle Beschädigung einer Schautafel zu Fahrplanänderungen der Deutschen Bahn (DB) am Bahnhof hin. Sachschaden: 15.000 Euro.
Überdies hätten junge Leute auf dem Weg zwischen Borsdorf und Panitzsch gegrillt - allerdings Aluschalen oder Grills zurückgelassen. Auch sei Soße über die Bänke geschmiert worden, sodass Bürger nicht mehr auf diesen sitzen könnten, ärgert sie sich.
Man solle als Gesellschaft zusammenstehen und deutlich zeigen, dass "wir den Umgang, den manche Leute mit unser aller Eigentum pflegen, nicht tolerieren werden", macht Kaden nun klar.
Titelfoto: Anke Brod

