Eibenstock - Sachsens größte Trinkwassertalsperre feiert runden Geburtstag: Das "Riesenfass von Eibenstock" wird 40. In Betrieb ist die Talsperre allerdings schon einige Jahre zuvor gegangen.
Eigentlich beginnt die Geschichte der Talsperre schon in den 1950er-Jahren, genauer gesagt 1954. Damals gab es ein verheerendes Hochwasser in Zwickau. Danach wurde die Talsperre Eibenstock als Brauchwassertalsperre und zum Schutz vor Hochwasser geplant.
14 Jahre später änderten sich die Pläne. 1968 kam es im Großraum Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) und Zwickau zu Problemen bei der Trinkwasserversorgung. Deshalb wurde der Stausee als Trinkwassertalsperre geplant.
Die Bauarbeiten fanden von 1974 bis 1987 statt. Bereits im März 1981 fand der erste Probestau statt, sodass schon ein Jahr später Trinkwasser in das Fernwassernetz eingespeist werden konnte. Die offizielle Eröffnung war im Juni 1986.
Die Talsperre weist beachtliche Dimensionen auf, weswegen sie von den Einheimischen auch liebevoll als "Riesenfass von Eibenstock" betitelt wird.
Bei Vollstau hat die Talsperre eine Wasserfläche von 3,7 Quadratkilometern und ein Fassungsvermögen von unglaublichen 84 Millionen Kubikmetern.
Sehr gute Wasserqualität in Talsperre
Zur Talsperre Eibenstock gehören neben der Hauptsperre noch die Vorsperre Schönheiderhammer sowie vier kleinere Vorbecken dazu. Sie sollen Bodenablagerungen zurückhalten. Dadurch wird das Wasser vorgereinigt, bevor es in die Hauptsperre läuft und dann zum Wasserwerk Burkersdorf gelangt. Überhaupt hat das Trinkwasser des Stausees eine sehr gute Qualität.
Damit die Wasser weiter top bleibt, ist das Einzugsgebiet als Trinkwasserschutzgebiet ausgewiesen. Das heißt, man darf nicht baden oder Wassersport betreiben. Angeln ist nach Genehmigung aber möglich.
"Neben der Trinkwasserversorgung gehören der Hochwasserschutz der Region und bei Trockenheit die Erhöhung des Wasserstands der Mulde zu den Aufgaben der Talsperre Eibenstock", so eine Sprecherin der Landestalsperrenverwaltung.