Sachsens Hochschulen sind Spitzenreiter: Mehr als 500 Patente in vier Jahren

Von Sebastian Münster

Dresden - Sachsens staatliche Hochschulen sind in den vergangenen vier Jahren für insgesamt 555 Patentanmeldungen verantwortlich gewesen.

Ostdeutsche Hochschulen gelten bei Patentanmeldungen als Spitzenreiter. (Symbolfoto)  © Jan Woitas/dpa

Den größten Anteil daran hatte die Technische Universität Dresden mit mehr als 300 Patentanmeldungen, teilte das Sächsische Wissenschaftsministerium mit. 107 Patentanmeldungen gingen in diesem Zeitraum auf die TU Bergakademie Freiberg zurück, weitere 55 auf die TU Chemnitz und 39 auf die Uni Leipzig.

Die Zahl der Patentanmeldungen gelte als wichtiger Indikator für den Transfer von Forschungsergebnissen in die Wirtschaft, so das Ministerium weiter.

Das Patentmanagement sei Teil der sächsischen Hochschulinnovationsstrategie, um die "Transferstrukturen sächsischer Hochschulen" zu stärken, so Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (CDU). Patente erhöhten zudem die Attraktivität von Start-ups für Risikokapitalgeber.

Sachsen Mehr Lämmer, aber weniger Geld: Sachsens Schäfer machen sich Sorgen

Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums (BMF) melden ostdeutsche Hochschulen (ohne Berlin) gemessen an der Bevölkerungszahl 78 Prozent mehr Patente an als westdeutsche. Das geht aus dem Monatsbericht des BMF für den vergangenen Dezember hervor.

Anzeige

Demnach werden im Osten Deutschlands 8,4 Patente pro eine Million Einwohner an den Hochschulen eingereicht. Die TU Dresden hat zudem im Jahr 2023 mehr Patente als jede andere deutsche Hochschule angemeldet, teilte das Deutsche Patent- und Markenamt in München mit.

Mehr zum Thema Sachsen: