Sachsens Kultusminister will eine Schüler-ID: Was hat es damit auf sich?

Dresden - Sachsens Kultusminister Conrad Clemens (43, CDU) hinterfragt angesichts erheblicher Leistungsdefizite die Effizienz des sächsischen Bildungswesens.

Sachsens Kultusminister Conrad Clemens (43, CDU) schaut auf die Defizite, um das Schulsystem weiter zu verbessern.  © Eric Münch

"Damit wir im deutschen Bildungssystem weiter die Nummer 1 bleiben, müssen wir uns verändern. Wir dürfen nicht stehen bleiben." Die Kompetenzen der jungen Leute nähmen auch im Freistaat ab.

"Der Unterricht muss sich ändern. Er muss moderner werden, aber leistungsorientiert bleiben", betonte Clemens.

Unterricht sollte fächerverbindend sein und könne auch selbstorganisierter werden. "Weniger frontal, nicht ausschließlich auf Wissensvermittlung, sondern mehr auf Persönlichkeit und Kompetenzen ausgerichtet."

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Clemens will bei den Schülern selbstständiges, kritisches Denken stärken. "Wenn wir das schaffen, können wir auch unseren Spitzenplatz verteidigen. Unterrichtsentwicklung geht über die bestehenden Strukturen hinaus."

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Minister Clemens favorisiert bundeseinheitliche Lösung für eine sogenannte Schüler-ID

Drittklässler vor einem Laptop in einer Freiberger Grundschule.  © dpa/Sebastian Kahnert

Er spricht sich für mehr pädagogische Diagnostik und Messungen der Kompetenz aus im Verlauf von Jahren der Entwicklung der Kinder. Er favorisiert in diesem Zusammenhang eine bundeseinheitliche Lösung für eine sogenannte Schüler-ID. Diese Idee ist im Koalitionsvertrag von CDU und SPD im Bund verankert.

Mit der Schüler-ID könnten Bildungswege, Abbrecherquoten und Schulwechsel länderübergreifend statistisch ausgewertet und Schüler gezielter gefördert werden, loben Befürworter eine solche Diagnostik. Kritiker wie die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und auch Datenschützer stehen dem ablehnend gegenüber.

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