Sachsens Tourismus setzt auf KI

Dresden - 150 sächsische Tourismus-Profis trafen sich am Mittwoch in Dresden zu ihrem vierten Digital-Gipfel. Im Fokus stand die Nutzung von künstlicher Intelligenz (KI) sowie deren Auswirkungen auf den Tourismus.

Für die weltberühmte Basteibrücke braucht es nicht zwingend KI. Viele Touristen kommen nur wegen des Bauwerkes in die Sächsische Schweiz.  © Konstantin Kalishko

"KI kann uns helfen, bessere Gastgeber zu sein. Sie ermöglicht uns einen Gewinn an Zeit für echte Gastarbeit durch Automatisierung", erklärte Tobias Blask (47). Der Professor, der an der Hochschule Harz unterrichtet, zeigte, wohin die Reise mit KI gehen kann.

Andere Referenten berichteten, wie KI bereits jetzt schon hilft, Tourismus zu steuern, neue Kundengruppen zu erschließen, beste Preise zu erzielen oder Angebote zu vermarkten.

"Mit solchen Veranstaltungen stärken wir die digitale Kompetenz im sächsischen Tourismus und schaffen Orientierung in einem sich dynamisch verändernden Umfeld", betont die Chefin der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS), Veronika Hiebl (55).

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Mit der landesweiten Tourismusdatenbank SaTourN (Sachsen Tourismus Netzwerk) hat der Freistaat bereits eine zentrale Datenbasis für touristische Informationen geschaffen.

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Der digitale Helfer auf dem eigenen Smartphone kann durchaus nützlich sein - auch Sachsen könnte davon profitieren. (Symbolfoto)  © IMAGO/Cavan Images

Die Gäste in der digitalen Welt abholen

Tourismusministerin Barbara Klepsch (60, CDU) im Austausch mit dem KI-Experten Tobias Blask (47).  © Steffen Füssel

Die TMGS sowie Städte, Regionen und Verbände nutzen die Plattform, um touristische Informationen zu bündeln, aufzubereiten - zum Beispiel für Veranstaltungen, Ausflugsziele und Freizeitangebote.

"Die Gäste sind unterwegs in der digitalen Welt und wir wollen sie dort abholen. Es ist heute entscheidend für den Erfolg, Angebote im Netz sichtbar zu machen", ordnete Tourismusministerin Barbara Klepsch (60, CDU) ein. In der Digitalisierung sieht sie einen entscheidenden Schlüssel, Sachsen als Reiseland voranzubringen.

Sie warnt aber vor überzogenem Eifer: "Im Mittelpunkt sollte immer der Mensch stehen."

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