Sachsens Verwaltungen machen Schluss: Immer mehr Fax-Geräte werden abgeschaltet

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Von André Jahnke

Leipzig - In Sachsens Verwaltungen gibt es immer weniger Faxgeräte. Viele Anfragen der Bürger per Fax werden auf Mailpostfächer weitergeleitet, wie eine Umfrage bei den zehn Landkreisen und drei kreisfreien Städten ergab. Das geschieht auch aus Sicherheitsgründen.

Mit dem Fax können Dokumente einfach von Gerät zu Gerät übertragen werden. (Symbolbild)
Mit dem Fax können Dokumente einfach von Gerät zu Gerät übertragen werden. (Symbolbild)  © 123RF/piyaphun

Die Anzahl der Geräte variiert demnach enorm. So stehen in den Landratsämtern im Vogtlandkreis, den Landkreisen Leipzig und Bautzen gar keine Faxgeräte mehr.

Bei der Stadtverwaltung in Leipzig sind dagegen aktuell etwa 370 Faxanschlüsse vorhanden, die aber nicht jeweils einem Faxgerät zugewiesen sind, wie eine Sprecherin sagte.

Die Mehrzahl der Anfragen per Fax würden in Mailpostfächer geleitet. Im Juli seien etwa 2.500 Faxe empfangen und 400 versendet worden.

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In der Landeshauptstadt Dresden sind rund 300 Faxnummern in nahezu allen Ämtern der Verwaltung aktiv. Die Kommunikation per Fax spiele im Vergleich zu anderen Kanälen jedoch nur noch eine untergeordnete Rolle, erläuterte ein Sprecher der Stadt.

Die schrittweise Abschaltung der Faxgeräte sei in Vorbereitung und solle bis Ende des Jahres weitgehend abgeschlossen sein.

Faxgeräte sollen für Krisensituationen bleiben

Behörden setzten lange auf das Fax, da Dokumente schnell und rechtssicher versendet werden konnten. (Symbolbild)
Behörden setzten lange auf das Fax, da Dokumente schnell und rechtssicher versendet werden konnten. (Symbolbild)  © Kay Nietfeld/dpa

Auch in Chemnitz soll die Nutzung per Fax zurückfahren werden. Einige wenige Faxgeräte sollen dennoch behalten werden, um sie in Krisensituationen nutzen zu können, hieß es.

Derzeit betreibt die Stadtverwaltung noch etwa 170 Faxnummern. Im Quartal werden den Angaben zufolge etwa 2.000 Faxe gesendet und 6.000 empfangen.

Die Kommunikation über Fax genüge nicht mehr den Datenschutzanforderungen, hieß es aus dem Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Faxe seien wie eine Postkarte und auf dem Weg zum Empfänger im Klartext lesbar.

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Auch im Landratsamt Nordsachsen gibt es nur noch ein klassisches Faxgerät. Dies diene jedoch einzig der Sicherstellung von Kommunikationswegen im Katastrophenfall.

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Dagegen stehen im Landratsamt Erzgebirgskreis und den zugehörigen Einrichtungen noch 58 Faxgeräte. Dort heißt es: "Da das Fax ein rechtsverbindlich gültiges Kommunikationsmittel im Verwaltungshandeln ist, wird der Einsatz von Faxgeräten im Dienstbetrieb nicht wegfallen".

Titelfoto: 123RF/piyaphun

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