Als die Dunkelheit einbricht, bleibt zwei Kletterern in der Sächsischer Schweiz nur noch die eine Option …
Von Marko Förster, Malte Kurtz
Bad Schandau - Am Wochenende rückte die Bergwacht Sachsen aus, um zwei festsitzende Personen auf dem Kletterfelsen "Vorderer Torstein" zu retten.
Es waren zwei optimistische Kletterer, die voller Zuversicht am Samstag hoch hinauf zum Gipfel steigen wollten. Doch als sich ganz langsam das Dunkel der Nacht über die Sächsische Schweiz zu legen begann, sollte ihr sportlicher Ausflug eine abrupte Wendung nehmen.
Auf halbem Weg nach oben ereilte die zwei die Erkenntnis: Solange es noch hell sein wird, werden sie die Spitze wohl nicht mehr erreichen. Die logische Schlussfolgerung: abseilen und umkehren.
Doch das Schicksal hatte andere Pläne für das Duo und so verklemmte sich beim Abstieg ihr Seil. Fest saßen die zwei und was ihnen blieb, war der Griff zum Hörer.
Gegen 19.30 Uhr kamen ihre Retter in Form der Bergwacht zu Hilfe.
Kein Fiasko
Wer nun denken mag, dass diese Kletterei in einem Fiasko geendet war, liegt jedoch falsch. Denn wie DRK-Pressesprecher Kai Kranich gegenüber TAG24 am Montagnachmittag erklärte, konnten die beiden zwar leicht unterkühlt, aber dafür mit der im Notfall lebensrettenden Gewissheit nach Hause gehen, dass sie richtig gehandelt hatten: "Die Selbsteinschätzung war gut."
Was das bedeutet? Nun ja, sie brachen ihren Aufstieg richtigerweise ab und alarmierten dann die Bergwacht. Und nicht etwa versuchten sie auf Biegen und Brechen, es doch noch irgendwie auf eigene Faust zu schaffen.
In den sicheren Händen zweier Teams der Bergwacht - eines, welches zu ihnen hinaufstieg, und eines, welches die Abseilstelle sicherte - wurden die festsitzenden Kletterer nach unten geleitet. Die Moral von der Geschichte: Kommst du nicht nach oben, dann erzwinge es nicht - sondern wähl einfach den Notruf.
Titelfoto: Marko Förster
