Banner an Basteibrücke aufgetaucht: Was hat es mit gefordertem "Frauen*Streik" auf sich?

Sächsische Schweiz - Ein paar "Wander*innen aus der Sächsischen Schweiz" haben die Nase voll. Nicht etwa vom Bergpanorama rund um den Kurort Rathen, sondern vom Umgang mit Frauen - und das weltweit. Deshalb fühlte sich der Trupp genötigt, zum heutigen Frauentag Flagge zu zeigen.

Eines der Plakate wurde prominent an der Basteibrücke gezeigt.  © privat

"GENUG! 8./9.03. FRAUEN*STREIK" ist auf dem Banner zu lesen, der äußerst prominent, nämlich mitten an der Basteibrücke, am Sonntagmorgen gezeigt wurde.

Zudem seien an verschiedenen Aussichtspunkten in der Sächsischen Schweiz "Infotafeln zu Frauen*rechten" angebracht worden.

Auf den rosafarbenen, laminierten Zetteln wird für Gleichberechtigung, Teilhabe und Selbstbestimmung geworben. Zudem über den "Internationalen Frauen*streik" informiert.

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Wie die "Wander*innen" mitteilten, stehe beides in Zusammenhang mit der Kampagne ENOUGH!.

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Initiative ENOUGH! will Internationalen Frauentag um einen weltweiten Streiktag erweitern

Überall in der Sächsischen Schweiz finden sich seit dem frühen Sonntag solche laminierten Infotafeln.  © privat

Bei besagter Kampagne handelt es sich um eine Initiative aus Berlin. Unter dem Motto "Genug! Basta! Zeit für einen globalen Frauen*Generalstreik" sei das Ziel, den etablierten Internationalen Frauentag am 8. März um einen Streiktag am 9. März zu erweitern.

An jenem Tag werden Frauen weltweit dazu aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen und damit zu zeigen, wie sehr Gesellschaft und Wirtschaft von ihnen abhängig seien.

ENOUGH! wurde Anfang 2025 von einer kleinen Gruppe von Aktivistinnen, darunter die ehemalige Berliner Kultur- und Wissenschaftssenatorin Adrienne Goehler (70), gegründet.

Die Polizei Dresden teilte auf TAG24-Nachfrage mit, (noch) keine Kenntnis von der Plakat-Aktion zu haben. Ob Banner und Zettel im Nationalpark Sächsische Schweiz lange hängenbleiben, ist fraglich. Weite Teile des Parks stehen unter Naturschutz. Das Anbringen von Plakaten und Co. ist dort für gewöhnlich verboten.

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