Sächsische Traditionsbäckerei gerettet: Neuer Inhaber führt Standorte weiter
Dresden/Leipzig - Aufatmen für Mitarbeiter und Kundschaft von "Seidels Klosterbäckerei": Der seit über 100 Jahren bestehende Traditionsbetrieb ist gerettet. Ab Sonntag wird ein neuer Inhaber die Geschäfte unter einem abgeänderten Namen fortführen.
"Zum 1. Februar gebe ich die Unternehmensleitung ab", erklärte Jurist Henry Girbig (50) gegenüber TAG24. Er war infolge der Insolvenz-Anmeldung als Verwalter der Firma mit ihren vier Filialen in Dresden, Leipzig sowie Nossen zuständig.
Seit November liefen Verhandlungen über einen Nachfolger, der mit Holger Bochert (38) schließlich auch gefunden werden konnte. "Ich bin seit 2017 durchgängig in der Produktion des Betriebs tätig gewesen", erklärte der gelernte Bäckermeister auf Nachfrage.
Für seine neue Tätigkeit als Chef gründete er unter Beibehaltung von Personal und Standorten die "Klosterbäckerei Bochert GmbH", die künftig mit einem erweiterten Angebot punkten will. "Dazu zählen etwa Frühstück oder vegane Zimtschnecken", sagte der 38-Jährige.
Für eine größere Bekanntheit wolle man sich auch bei Märkten präsentieren. "Ziel muss es sein, die Rentabilität zu steigern."
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Das äußere Erscheinungsbild der Filialen ändert sich laut Bochert zunächst nicht. "Das geschieht erst im Frühjahr, wenn es wieder wärmer wird." Wichtiger sei es nun erstmal gewesen, dass der Weiterbetrieb abgesichert ist.
Titelfoto: privat
