Sachsen - Weniger Veranstaltungen, zusätzliche Schließtage und ein strenger Sparkurs: Das Schlösserland Sachsen blickt auf ein turbulentes Jahr 2025 zurück. Rund zwei Millionen Besucher hielten den Anlagen dennoch die Treue - trotz spürbarer Einschnitte.
"Wir mussten einen sparsameren Kurs fahren. Das umfasste zusätzliche Schließtage an fast allen Standorten, eine Reduzierung der Wasserspiel-Laufzeit oder auch der Wegfall von Veranstaltungen. Außerdem haben wir Schloss Nossen geschlossen", erklärt Schlösserland-Chef Christian Striefler (63).
Großer Kostenfaktor bleibe dabei die Energie. "Wir wollen weg von fossilen Brennstoffen. Deshalb haben wir im Mai die Photovoltaik-Anlage im Kloster Altzella eingeweiht. Nun können wir hier einen Großteil des Eigenbedarfs abdecken."
Auch im Palmenhaus Pillnitz wurde in einen "Hightech-Vorhang" investiert: "Das war mit 100.000 Euro im Jahr immer der größte Kostenfresser. Nun können wir bis zu 30 Prozent einsparen."
Burg Kriebstein zieht immer mehr Besucher an
Auch der Klimawandel macht sich bemerkbar. "Gerade im Großen Garten mussten wir 425 Bäume fällen. Das sind 120 Bäume mehr als noch vor drei Jahren", so Schlösserland-Sprecherin Anita Radicke (39). Entsprechend stiegen die Kosten für Baumpflege, Nachpflanzungen, Kontrollen.
Publikumsmagnet blieb die Ausstellung "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" auf Schloss Moritzburg: "Die Faszination für Film und Ausstellung ist ungebrochen. So konnten wir im Februar 2025 die 1,5-millionste Besucherin begrüßen und in der 14. Saison insgesamt 145.000 Besucher."
Pillnitz blieb mit 313.000 Gästen zwar Spitzenreiter, lag damit aber deutlich unter den 406.000 Besuchern von 2024. Grund dafür könnte "der verregnete Sommer und die Schließung des Kunstgewerbemuseums sein. Außerdem war die Dampfschifffahrt wegen der eingestürzten Carolabrücke eingeschränkt", erklärt Striefler.
Trotzdem blieb die gesamte Besucherzahl mit etwa zwei Millionen im Vergleich zum Vorjahr konstant: "Denn dafür durften wir 4000 Besucher auf der Burg Kriebstein begrüßen - ein Plus von 48 Prozent. Wahrscheinlich, weil die Baustelle fertiggestellt wurde."