Schulaufführung setzt neue Maßstäbe: Sächsisches Gymnasium wird zum Broadway
Pirna - Von einer Schulaufführung kann hier kaum noch die Rede sein, obwohl es genau das ist. Aber was derzeit mehr als 100 Schüler in Sachsen auf die Bühne bringen, ist oberste Theater-Kunst und sucht deutschlandweit seinesgleichen. Im März ist Aufführung.
Alle zwei Jahre schlagen am Johann-Gottfried-Herder-Gymnasium in Pirna die Herzen von etwa 120 Schülern höher. Dann gehen nämlich die Scheinwerfer an, alle Plätze der HerderHalle sind restlos ausverkauft und der Vorhang fällt.
Von Bühnentechnik, Requisite, Gesang bis zum Kartenvorverkauf - hier ist fast alles in Schülerhand. "Es finden richtige Castings statt, bei denen Schüler vorsingen und vortanzen", so Philipp Schoof (37), musikalischer Leiter des Projekts.
Neben ihm bringen sich auch viele Lehrer und die Direktorin ein, die ihren Schützlingen damit eine große Chance ermöglichen, an die sich die Schüler ein Leben lang zurückerinnern werden. "Es ist einfach schön zu erleben, wie die Schüler aufblühen und sich bei dem Projekt füreinander einsetzen", so Schoof.
Das Projekt "HerderMusicalCompany" gibt es seit 1999 und wird durch Spenden sowie Kultur-Förderungen ermöglicht. Was dabei entsteht, übersteigt längst das Niveau einer "Theater-AG", weswegen es auch nur alle zwei Jahre zur Aufführung kommt. "Der normale Unterricht darf schließlich nicht zu sehr darunter leiden", so Schoof.
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Dieses Jahr wird das Musical "The Prom" gezeigt. Die Schüler sind aktuell in den Endphasen der Proben, treffen sich bis zu dreimal in der Woche nach dem Unterricht. Tickets für die acht Aufführungen vom 7. bis 14. März sind schnell ausverkauft. Der Vorverkauf findet ausschließlich am Gymnasium statt.
Titelfoto: Bildmontage: Marlene Fichtner
