Schwäche-Alarm in sächsischer Wirtschaft! Diese Branchen sind besonders betroffen

Chemnitz - Der Konflikt im Nahen Osten trifft die sächsische Wirtschaft mit voller Härte! Das geht aus Daten der sächsischen Industrie- und Handelskammern (IHK) hervor. Vor allem die explodierenden Kraftstoffpreise setzen die Firmen massiv unter Druck.

Preis-Schock an der Tankstelle! Mit Beginn des Konflikts in Nahost explodierten die Kraftstoffpreise. Das belastet die sächsische Wirtschaft.  © Kristin Schmidt

Die IHK befragte im Frühjahr 2026 fast 1700 Firmen im Freistaat. Das Ergebnis ist ernüchternd: "Die konjunkturelle Lage hat sich gegenüber dem Jahresbeginn wieder spürbar verschlechtert", teilt eine IHK-Sprecherin mit.

Grund dafür ist vor allem der Konflikt im Nahen Osten - und die damit explodierenden Kraftstoffpreise. "Diese Entwicklungen haben die ohnehin fragile wirtschaftliche Stimmung weiter belastet und bestehende Erholungshoffnungen zunichtegemacht", heißt es.

Das Stimmungs-Barometer der sächsischen Wirtschaft ist am Boden! Der sogenannte IHK-Geschäftsklimaindex verliert gegenüber dem Jahresbeginn 2026 sechs Punkte - nun steht er bei 93. Der niedrigste Wert seit Herbst 2022. Damals belastete die Corona-Pandemie die Wirtschaft im Freistaat ebenfalls massiv.

Besonders heftig trifft die aktuelle Krise das Verkehrsgewerbe, aber auch den Handel und den Tourismus, heißt es.

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Jobsuche wird schwieriger: Unternehmen stellen weniger Personal ein

IHK-Präsident Max Jankowsky fordert umfassende Reformen, um die Wirtschaft in Sachsen wieder anzukurbeln.  © Kristin Schmidt

Dazu kommt: Unternehmen stellen weniger neue Leute ein. "Lediglich elf Prozent planen einen Personalaufbau, 22 Prozent rechnen dagegen mit einem Rückgang", teilt die IHK mit.

Klar: Bei schwacher Konjunktur werde meist zuerst am Personal gespart. "Neueinstellungen werden zurückgestellt und freie Stellen bleiben länger unbesetzt", ergänzt eine IHK-Sprecherin. Zudem sei in einigen Branchen bereits ein Personalabbau zu beobachten.

Die Wirtschafts-Experten fordern nun grundlegende Reformen, um die Konjunktur wieder anzukurbeln: "Wenn wir Betriebe in Sachsen entlasten wollen, brauchen wir Strukturreformen bei Sozialabgaben, Steuern und Energiepreisen", sagt der Chemnitzer IHK-Präsident Max Jankowsky.

Immerhin: Die Bundesregierung will handeln. Unter anderem ist eine Einkommensteuerreform für 2027 geplant.

Das Ziel: Niedrige und untere Einkommen sollen entlastet werden - mehr Netto vom Brutto.

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