Sparpaket trifft Sachsen: Bittere Prognose für Arzttermine

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Von Jasmin Beisiegel, Jörg Ratzsch

Dresden/Berlin - Bittere Prognose! Wegen der geplanten Einsparungen im Gesundheitswesen könnten laut den Kassenärzten im kommenden Jahr in Sachsen deutlich weniger Behandlungen stattfinden.

Den geplanten Maßnahmen der Bundesregierung dürften im Jahr 2027 viele Arzttermine zum Opfer fallen. (Symbolfoto)
Den geplanten Maßnahmen der Bundesregierung dürften im Jahr 2027 viele Arzttermine zum Opfer fallen. (Symbolfoto)  © Tom Weller/dpa

Nach Berechnungen der Kassenärztlichen Vereinigungen wären im Freistaat besonders Patienten der Hämatologie und Onkologie betroffen.

Nur 77 Prozent der bisherigen Behandlungen bei den Fachärzten in diesem Bereich wären demnach finanziert, die Anzahl der Termine würde von bisher 885 pro Quartal auf 680 sinken.

Die sächsischen Hausärzte und Allgemeinmediziner könnten statt wie aktuell im Schnitt 1021 Patienten pro Quartal künftig nur noch 892 versorgen. Mit dem anteilsmäßig geringsten Rückgang ist den Angaben nach bei der Kinder- und Jugendmedizin zu rechnen. Hier wären pro Arzt statt 1193 künftig 1129 Behandlungen pro Quartal finanziert.

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Bundesweit wären durch die geplanten Sparmaßnahmen 2027 rund 46 Millionen Behandlungsfälle nicht finanziert. Die BILD hatte zuerst über ein entsprechendes Papier der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) berichtet.

Sparpaket soll Entlastungen für gesetzliche Kassen in Milliardenhöhe bringen

Das Sparpaket stammt aus dem Hause der Gesundheitsministerin Nina Warken (46, CDU).
Das Sparpaket stammt aus dem Hause der Gesundheitsministerin Nina Warken (46, CDU).  © Andreas Gora/dpa Pool/dpa, Sebastian Gollnow/dpayy

Das Bundeskabinett hatte Ende April ein Sparpaket für das Gesundheitswesen auf den Weg gebracht, das noch durch Bundestag und Bundesrat muss.

Es soll den stetigen Anstieg der Krankenkassenbeiträge stoppen, mit dem die steigenden Kosten im System immer wieder aufgefangen wurden.

Die gesetzlichen Krankenkassen sollen mit dem Paket 2027 um 16,3 Milliarden Euro entlastet werden. Das ist etwas mehr als das erwartete Defizit von 15,3 Milliarden Euro.

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Geplant sind Ausgabenbremsen bei Praxen, Kliniken und Pharmabranche – aber auch höhere Zuzahlungen für Medikamente, höhere Beiträge für Gutverdiener und Einschränkungen der kostenlosen Mitversicherung von Ehepartnern.

Bei Ärzten und Kliniken sollen Vergütungsanstiege begrenzt werden, bei Praxen mehrere Extra-Zahlungen wegfallen.

Titelfoto: Tom Weller/dpa

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