Spaß-WM mit echtem Weltmeister: In Sachsen gehen die Skispringer baden

Klingenthal - Zeitgleich mit dem 90-jährigen Jubiläum des Freibads Klingenthal (Vogtlandkreis) steigt am Wochenende die WM im Wasserskispringen.

Die Wasserwacht Klingenthal rechnet mit bis zu 1000 Zuschauern.  © Wasserwacht Klingenthal

Bei dieser fröhlich-feuchten Sportart rasen die Teilnehmer mit Skiern eine Schanze hinunter, springen ab, lösen sich von den Skiern und tauchen kopfüber (Hände bleiben hinten!) ins Wasser ein. Gewonnen hat, wer die größte Weite erzielt.

Bislang haben sich 18 mutige Springerinnen und Springer angemeldet, darunter Teilnehmer aus der Schweiz und Tschechien.

Zum 20-jährigen Bestehen der Veranstaltung wird außerdem Markus Eisenbichler (35) erwartet. Der frühere Weltmeister im "echten" Skispringen will selbst an den Start gehen.

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Was 2006 vor rund 200 Zuschauern begann, hat sich längst zum Publikumsmagneten mit etwa 1000 Besuchern entwickelt.

Die Idee geht auf die 1950er-Jahre zurück. Damals stand im Freibad bereits eine Schanze, die Skispringer zum Training nutzten.

"Es gab noch keine Mattenschanzen. Die Skispringer sind deshalb einfach ins Wasser gesprungen", erzählt Organisator Frank Meinel (47) von der Wasserwacht Klingenthal. Die Erinnerung an diese Zeit führte Jahrzehnte später zur Idee, so eine Schanze wieder aufzubauen. "Was zunächst nur ein Spaß war, hat sich zu einem ernsthaften Wettkampf mit Video-Weitenmessung entwickelt", sagt Meinel.

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Die Wasserskisprung-WM im Freibad Klingenthal feiert am Wochenende ihr 20-jähriges Jubiläum.  © picture alliance / dpa

Wertungssprünge am Sonntag

In den 1950er-Jahren nutzten die Skispringer eine solche Schanze zum Trainieren.  © Wasserwacht Klingenthal

Die Eröffnung beginnt am Samstag um 14 Uhr, die WM-Qualifikation startet um 17 Uhr. Am Sonntag folgt um 13.30 Uhr der Probedurchgang, ehe ab 14 Uhr die Wertungssprünge und ab 15.45 Uhr das Finale mit anschließender Siegerehrung stattfinden.

Daneben steht eine Bierschwimmstaffel auf dem Programm: Viererteams treten gegeneinander an. Jeder Teilnehmer schwimmt eine 50-Meter-Bahn und muss anschließend 0,4 Liter Bier austrinken.

Erst dann darf der nächste Teamkollege ins Wasser. Anmeldungen für die verschiedenen Wettbewerbe sind noch bis Samstagvormittag beim Veranstalter möglich.

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