Spezialist für schonende Eingriffe: Ärzte in Meißen nutzen Roboter gegen Rückenschmerzen

Meißen - Rückenschmerzen sind eine Volkskrankheit - jetzt setzt das Elblandklinikum Meißen auf echte Hightech-Hilfe. Mit dem neuen sogenannten O-Arm, einem riesigen Spezialgerät für Wirbelsäulen-OPs, sollen Eingriffe präziser, sicherer und schonender werden.

Das Team freut sich über den O-Arm als Helfer.  © elblandklinikum meißen

Das Elblandzentrum für Rückenschmerz und Wirbelsäulenerkrankungen gehört damit zu den modernsten Einrichtungen in Sachsen.

"Dank des O-Arms können wir während der Operation jederzeit ein dreidimensionales Bild der Wirbelsäule sehen", erklärt Chefarzt Mario Leimert.

Der O-Arm ist ein rund 800 Kilogramm schweres Gerät, das direkt an den OP-Tisch gerollt wird. Ein Ring schließt sich kurz um den Patienten und macht hochauflösende Bilder.

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Danach fährt das Gerät zur Seite - und die Ärzte operieren mit den aktuellen Bildern live auf dem Bildschirm. "So können wir jeden Schritt exakt planen und millimetergenau arbeiten."

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Große Erleichterung für Ärzte und Pflegekräfte

Das ringförmige Hightech-Gerät braucht viel Platz.  © elblandklinikum meißen

Besonders wichtig: mehr Sicherheit für die Patienten. Chefarzt Mark Schnöring erklärt: "Wir sehen einfach mehr. Zum Beispiel können wir genau kontrollieren, ob Schrauben perfekt im Wirbel sitzen. Das bedeutet eine bestmögliche Behandlung."

Weiterer Pluspunkt: weniger Strahlung. Das Gerät arbeitet im sogenannten Sparmodus, wodurch sich die Strahlenbelastung deutlich reduzieren soll.

Außerdem muss im OP künftig niemand mehr schwere Bleischürzen tragen - eine große Erleichterung für Ärzte und Pflegekräfte bei oft langen Operationen.

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Auch der Vorstand der Elblandkliniken, Rainer Zugehör, zeigt sich stolz: "Wir sind erst die zweite Klinik in ganz Sachsen mit dieser Technik. Das ist ein großer Gewinn für unsere Patienten."

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