Spritpreis-Hammer in Sachsen: E10 über 2,40 Euro! Darum könnte das erst der Anfang sein

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Annaberg-Buchholz - Da können Autofahrer nur noch schlucken! An Sachsens Tankstellen explodieren die Preise. Bereits am Samstagmittag kostete Super E10 mehr als 2,40 Euro pro Liter. Für Diesel wurden sogar 2,58 Euro verlangt. Und das könnte nur der Anfang sein - es droht ein weiterer Spritpreis-Hammer!

Astronomische Spritpreise an einer Tankstelle in Annaberg-Buchholz am Samstagmittag.
Astronomische Spritpreise an einer Tankstelle in Annaberg-Buchholz am Samstagmittag.  © André März

Viele Autofahrer im Freistaat lassen aktuell die Zapfsäule links liegen. Ein Blick ins Erzgebirge zeigt: An den Tankstellen, unter anderem in Annaberg-Buchholz, herrschte am Samstagmittag teilweise gähnende Leere.

Grund dafür sind die hohen Kraftstoffpreise - nicht nur im Erzgebirge. Auch in Chemnitz stiegen die E10-Preise am Samstagmittag laut mehr-tanken.de von 2,30 Euro auf 2,47 Euro. Ähnlich sah es auch in Dresden und Leipzig aus.

Zwar stabilisierten sich die Preise kurz nach 12 Uhr wieder etwas - doch vielerorts werden weiterhin mehr als 2,40 Euro pro Liter E10 verlangt.

Was viele Autofahrer wohl eher nicht hören wollen: Das Ende der Preisrallye könnte noch lange nicht erreicht sein!

Grund dafür ist eine lahmgelegte Ölpipeline in Saudi-Arabien. Diese verläuft vom Persischen Golf einmal quer durchs Land in Richtung Rotes Meer. Nach einem Drohnenangriff musste die Pipeline stillgelegt werden.

Auch an einer weiteren Tankstelle in Annaberg-Buchholz schnellten die Preise am Mittag in die Höhe.
Auch an einer weiteren Tankstelle in Annaberg-Buchholz schnellten die Preise am Mittag in die Höhe.  © André März
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Die aktuellen Spritpreise belasten nicht nur die Verbraucher - auch die Wirtschaft ächzt. (Symbolfoto)
Die aktuellen Spritpreise belasten nicht nur die Verbraucher - auch die Wirtschaft ächzt. (Symbolfoto)  © picture alliance/dpa

Huthi-Miliz will wichtige Meeresstraße kontrollieren

Für viele Öltanker wird es immer schwieriger, das "schwarze Gold" sicher zu transportieren.
Für viele Öltanker wird es immer schwieriger, das "schwarze Gold" sicher zu transportieren.  © Amirhosein Khorgooi/ISNA/AP/dpa

Gleichzeitig ist die wichtige Straße von Hormus weiterhin blockiert. Dazu kommt: Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz hat eine strategisch wichtige Insel in der Meeresstraße Bab al-Mandab eingenommen.

Damit könnten die Huthi die wichtige Schiffsroute für den Ölhandel bedrohen - und Tanker aus Saudi-Arabien attackieren.

Das alles setzt den Ölmarkt massiv unter Druck. Denn: Weniger verfügbares Öl bedeutet steigende Preise - auch an den Zapfsäulen in Sachsen.

Gut möglich, dass die Spritpreise im Freistaat also noch weiter steigen, was nicht nur die Wirtschaft massiv belasten würde - auch die Inflation (aktuell bei +2,9 Prozent in Deutschland) könnte weiter angeheizt werden.

Titelfoto: Bildmontage: picture alliance/dpa, André März

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