Spritpreis-Hammer in Sachsen: E10 über 2,40 Euro! Darum könnte das erst der Anfang sein
Annaberg-Buchholz - Da können Autofahrer nur noch schlucken! An Sachsens Tankstellen explodieren die Preise. Bereits am Samstagmittag kostete Super E10 mehr als 2,40 Euro pro Liter. Für Diesel wurden sogar 2,58 Euro verlangt. Und das könnte nur der Anfang sein - es droht ein weiterer Spritpreis-Hammer!
Viele Autofahrer im Freistaat lassen aktuell die Zapfsäule links liegen. Ein Blick ins Erzgebirge zeigt: An den Tankstellen, unter anderem in Annaberg-Buchholz, herrschte am Samstagmittag teilweise gähnende Leere.
Grund dafür sind die hohen Kraftstoffpreise - nicht nur im Erzgebirge. Auch in Chemnitz stiegen die E10-Preise am Samstagmittag laut mehr-tanken.de von 2,30 Euro auf 2,47 Euro. Ähnlich sah es auch in Dresden und Leipzig aus.
Zwar stabilisierten sich die Preise kurz nach 12 Uhr wieder etwas - doch vielerorts werden weiterhin mehr als 2,40 Euro pro Liter E10 verlangt.
Was viele Autofahrer wohl eher nicht hören wollen: Das Ende der Preisrallye könnte noch lange nicht erreicht sein!
Grund dafür ist eine lahmgelegte Ölpipeline in Saudi-Arabien. Diese verläuft vom Persischen Golf einmal quer durchs Land in Richtung Rotes Meer. Nach einem Drohnenangriff musste die Pipeline stillgelegt werden.
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Huthi-Miliz will wichtige Meeresstraße kontrollieren
Gleichzeitig ist die wichtige Straße von Hormus weiterhin blockiert. Dazu kommt: Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz hat eine strategisch wichtige Insel in der Meeresstraße Bab al-Mandab eingenommen.
Damit könnten die Huthi die wichtige Schiffsroute für den Ölhandel bedrohen - und Tanker aus Saudi-Arabien attackieren.
Das alles setzt den Ölmarkt massiv unter Druck. Denn: Weniger verfügbares Öl bedeutet steigende Preise - auch an den Zapfsäulen in Sachsen.
Gut möglich, dass die Spritpreise im Freistaat also noch weiter steigen, was nicht nur die Wirtschaft massiv belasten würde - auch die Inflation (aktuell bei +2,9 Prozent in Deutschland) könnte weiter angeheizt werden.
Titelfoto: Bildmontage: picture alliance/dpa, André März