Überlastung und sinkende Spenden: Sächsische Tierheime stoßen an ihre Grenzen

Von Jörg Schurig

Leipzig - Sächsische Tierheime sehen sich an der Belastungsgrenze und mahnen eine bessere Unterstützung an.

Sächsische Tierheime wünschen sich bessere Unterstützung.
Sächsische Tierheime wünschen sich bessere Unterstützung.  © Patrick Pleul/dpa

Die Bezahlung für die Erfüllung übertragener gesetzlicher Pflichtaufgaben sei "weiterhin völlig unzureichend", erklärte Michael Sperlich, Chef des Landestierschutzverbandes Sachsen.

Fördermittel gebe es vom Freistaat Sachsen etwa für Bauinvestitionen und den Bereich der Kastration und Versorgung von Straßenkatzen. "Diese Mittel sind nicht auskömmlich, auch wenn es Bundesländer gibt, welche noch wesentlich weniger Mittel für den Bereich Tierschutz zur Verfügung stellen."

Spenden würden traditionell in Ostdeutschland nur einen vergleichsweise geringen Teil der Finanzierung ausmachen, sagte Sperlich der Deutschen Presse-Agentur. Erbschaften und Vermächtnisse seien nicht planbar.

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"Insofern stehen die meisten Tierschutzvereine immer wieder am Rand der Zahlungsunfähigkeit. Die Anzahl von Spenden geht nicht zurück, aber der durchschnittliche Betrag pro Spende sinkt", so Sperlich weiter.

Tierheime stehen immer wieder am Rand der Zahlungsunfähigkeit

Neben finanziellen Sorgen haben die Tierheime auch ein Platzproblem. "Der Tierbestand in deutschen Tierheimen ist überall hoch, in fast allen Tierheimen an der Kapazitätsgrenze", betonte der Verbandschef.

Nach dem "völlig unsinnigen Massenanschaffungen von Heimtieren während der Pandemie" würden aktuell weiterhin massenhaft Tiere zur Abgabe an die Heime angezeigt.

Ein Schwerpunkt seien dabei verhaltensauffällige Hunde und Katzen.

Titelfoto: Patrick Pleul/dpa

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