Motorradfahrer kommt bei Doppel-Überholmanöver von Straße ab und stürzt Abhang hinab

Von Benjamin Richter, Marko Förster

Sebnitz - Eine verhängnisvolle Kettenreaktion führte am Dienstagnachmittag nahe Sebnitz zu einem schweren Verkehrsunfall mit aufwendiger Rettungsaktion.

Die Polizei sucht dringend nach Zeugen des schweren Unfalls.  © Marko Förster

Wie die Polizeidirektion Dresden gegenüber TAG24 bestätigte, ereignete sich der schwere Unfall gegen 16.15 Uhr auf der S154 etwa 800 Meter vor dem Ortseingang Sebnitz.

Drei Fahrzeuge waren in Richtung Sebnitz unterwegs: An der Spitze fuhr mutmaßlich ein Kia mit Pirnaer Kennzeichen, dahinter ein 34-jähriger Fahrer mit einem Renault-Transporter sowie ein 41-jähriger Mann auf einer MV Agusta. 

In der Nähe der Bushaltestelle Hainersdorf Siedlung wollte der Transporter-Fahrer den vorausfahrenden Wagen überholen. Zeitgleich setzte auch der Motorradfahrer zum Überholen an.

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Bei diesem Doppel-Überholvorgang verlor der Biker die Kontrolle, kam nach links von der Straße ab und geriet auf den Randstreifen, wobei es offenbar zu keiner direkten Berührung zwischen dem Transporter und dem Motorrad kam. 

Nach ersten Erkenntnissen krachten die Maschine und anscheinend auch der Zweirad-Fahrer gegen die Schutzplanke, bevor der 41-Jährige rund fünf Meter einen steilen Abhang hinunterstürzte und dort schwer verletzt liegen blieb. Sein Motorrad rutschte noch mehrere Meter weiter über den Asphalt.

Der an der Spitze fahrende Kia setzte seine Fahrt in Richtung Sebnitz fort. Ob dessen Fahrer den Unfall im Rückspiegel überhaupt bemerkte, ist unklar. Ein herannahender Ersthelfer aus Richtung Lichtenhain reagierte, stieg zu dem Verunglückten hinab und kümmerte sich um ihn, bis der Rettungsdienst und die Feuerwehr eintrafen.

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Motorradfahrer nach Doppel-Überholmanöver schwer verletzt: Polizei sucht Unfallzeugen

Der Motorradfahrer (41) stürzte einen steilen Abhang hinab und blieb dort zunächst schwer verletzt liegen.  © Marko Förster

Da der Motorradfahrer anscheinend ein schweres Polytrauma erlitt, gestaltete sich die Rettung aus dem tiefen Gelände als äußerst anspruchsvoll. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Sebnitz transportierten den Schwerverletzten nach oben auf die Straße, wo er medizinisch weiterversorgt wurde.

Der Bautzener Rettungshubschrauber "Christoph 62" nahm den Patienten schließlich auf und flog ihn in eine Dresdner Klinik. Der entstandene Sachschaden an der MV Agusta und der Schutzplanke wird auf rund 10.000 Euro beziffert.

Neben dem Rettungsdienst und der Feuerwehr waren auch der Verkehrsunfalldienst der Polizeidirektion Dresden sowie mehrere Mitarbeiter der Verkehrsunfallforschung der TU Dresden vor Ort, um den Unfall aufzunehmen.

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Die S154 musste zunächst voll gesperrt werden, bevor der Verkehr später wechselseitig an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden konnte.

Nachdem das Motorrad per Kran geborgen und abtransportiert sowie die Fahrbahn gereinigt wurde, konnte die Straße gegen 19.40 Uhr wieder komplett freigegeben werden.

Die Polizei hat einen Zeugenaufruf gestartet und sucht dringend nach dem Fahrer des besagten Kia sowie nach weiteren Unfallzeugen. Hinweise nimmt die Polizeidirektion Dresden unter der Rufnummer 0351 483 2233 entgegen.

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