Schwerer Unfall an Bahnübergang in Sachsen: Opel von Zug erfasst, Fahrgäste evakuiert
Schwarzenberg/Breitenbrunn - Schwerer Unfall an einem Bahnübergang im Erzgebirge: Zwischen Schwarzenberg und Breitenbrunn stieß ein Zug am Samstagvormittag mit einem Opel zusammen. Das Auto wurde mehrere Meter weit geschleudert, der Fahrer (57) kam ins Krankenhaus.
Wie Bundespolizei-Sprecher Eckhard Fiedler gegenüber TAG24 mitteilt, geschah der Unfall gegen 10.40 Uhr. Ein Zug der Erzgebirgsbahn war zu diesem Zeitpunkt von Zwickau nach Johanngeorgenstadt unterwegs.
An einem unbeschrankten Bahnübergang auf der Straße "Hansenmühle" passierte es: Aus bisher unbekannter Ursache erfasste der Zug den Opel.
Das Auto wurde durch den Zusammenprall von den Gleisen geschleudert, kam in einem angrenzenden Graben zum Stehen.
Schnell rückten Rettungskräfte an. Der 57-jährige Opel-Fahrer wurde von der Feuerwehr aus seinem Fahrzeug geschnitten - er kam verletzt in ein Krankenhaus. Das Auto war nach der Feuerwehr-Aktion nur noch ein Wrack.
Wie die Bundespolizei mitteilt, befanden sich während des Unfalls 31 Fahrgäste im Zug. Laut einem Einsatzleiter vor Ort wurden die Passagiere evakuiert. Mit Bussen ging es weiter in Richtung Johanngeorgenstadt.
Von den Fahrgästen wurde glücklicherweise niemand verletzt.
Bahnstrecke nach Unfall stundenlang gesperrt
Die Bahnstrecke musste nach dem Unfall komplett gesperrt werden - ebenso die Straße "Hirschstein", die parallel der Gleise läuft. Es kam zu Verkehrsbehinderungen und Zugausfällen.
Während die Straße am frühen Nachmittag wieder freigegeben war, blieb die Bahnstrecke bis 15 Uhr gesperrt. Damit war der Bahnverkehr für mehr als drei Stunden eingeschränkt.
Wie es zum Unfall kommen konnte, ist aktuell nicht bekannt. Die Ermittlungen der Polizei laufen.
Vor Ort waren Feuerwehr, Rettungskräfte, Bundespolizei und das Notfallmanagement der Bahn
Erstmeldung: 6. Juni, 13.02 Uhr, zuletzt aktualisiert: 15.12 Uhr
Titelfoto: Bildmontage: Niko Mutschmann (2)
