Verband klagt: Regionalverkehr lässt Kunden oft ratlos zurück

Dresden - Kurzfristige Fahrplanänderungen, Umleitungen, Baustellen: Der Fahrgastverband Pro Bahn Mitteldeutschland übt heftige Kritik am Informationsmanagement im Regionalverkehr in Sachsen.

Markus Haubold, Landesvorsitzender von Pro Bahn Mitteldeutschland, kritisiert das systemische Versagen der Fahrgastinformationen als "schlicht nicht akzeptabel".
Markus Haubold, Landesvorsitzender von Pro Bahn Mitteldeutschland, kritisiert das systemische Versagen der Fahrgastinformationen als "schlicht nicht akzeptabel".  © Kristin Schmidt

"Wir erleben derzeit ein systemisches Versagen der Fahrgastinformation", erklärt Markus Haubold, Landesvorsitzender von Pro Bahn Mitteldeutschland.

"Es geht nicht um Einzelfälle, sondern um ein wiederkehrendes Muster: Anzeigen stimmen nicht, Apps zeigen falsche Daten und vor Ort gibt es oft keinerlei verlässliche Hinweise. Für die Fahrgäste ist das schlicht nicht akzeptabel", zählt Haubold auf.

Laut dem Fahrgastverband kommt es zudem regelmäßig dazu, dass die Auskunftssysteme falsche Informationen anzeigen.

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Beispiel: Am Karsamstag wurden Fahrten des RE3 (MRB) von Dresden-Neustadt nach Hof ohne jegliche Information in den gängigen Auskunftssystemen über Riesa umgeleitet. In der Folge warteten etwa in Dresden-Plauen zahlreiche Fahrgäste vergeblich auf ihren Anschluss.

Der Fahrgastverband Pro Bahn beklagt, dass auch die Anzeigen an den Gleisen mitunter falsche Informationen verbreiten.
Der Fahrgastverband Pro Bahn beklagt, dass auch die Anzeigen an den Gleisen mitunter falsche Informationen verbreiten.  © Kristin Schmidt
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Pro Bahn fordert grundlegende Verbesserungen. Haubold: "Verlässliche Information ist kein Zusatzservice, sondern eine Kernleistung des öffentlichen Verkehrs. Wer Fahrgäste gewinnen will, muss zuerst sicherstellen, dass sie überhaupt wissen, wann und wie ihr Zug fährt."

Titelfoto: Fotomontage: Kristin Schmidt

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