Beliebtes Ausflugsziel betroffen: Warnung vor Giftpflanzen in sächsischer Talsperre
Falkenstein/Pöhl - Die Zeit, um im Wasser zu planschen, ist zwar vorbei, trotzdem warnt der Vogtlandkreis vor Blaualgen in der Talsperre Falkenstein. In der Talsperre Pöhl wuchert dagegen das "Ährige Tausendblatt".
Wie das Gesundheitsamt des Landkreises mitteilt, wird aktuell in der Talsperre Falkenstein ein vermehrtes Wachstum von Blaualgen festgestellt. Die Landestalsperrenverwaltung bestätigte dann bei einer genaueren Bestimmung, dass es sich um die Spezies Dolichospermum lemmermannii handelt.
Diese Algenart ist besonders gefährlich, weil sie Gifte produzieren kann. Diese können bei Kontakt Hautreizungen, Übelkeit, Atembeschwerden und andere gesundheitliche Beschwerden auslösen.
"Daher rät das Gesundheitsamt derzeit dringend vom Baden in der Talsperre Falkenstein ab. Ebenso sollten Kinder, die im Uferbereich spielen, vom Wasser ferngehalten werden", so ein Sprecher des Landratsamtes.
Auch Tiere können auf die Algen reagieren und sollten deshalb ebenfalls nicht mit dem Wasser in Berührung kommen.
Die Situation an der Talsperre, die zwischen 1971 und 1975 für die Textilindustrie zur Brauchwasserversorgung gebaut wurde, wird durch das Gesundheitsamt weiter regelmäßig kontrolliert.
Wuchernde Wasserpflanze in Talsperre Pöhl
An der Talsperre Pöhl kann aktuell das "Ährige Tausendblatt" zu lebensgefährlichen Situationen führen. Die einheimische Wasserpflanze ist bei Berührung zwar harmlos, wächst aber sehr stark. Außerdem vermehren sich die Pflanzen leicht und können bis zu zwei Meter lang werden.
Unter Wasser bilden sie laut Landratsamt dichte Bestände. Schwimmer und Taucher können sich in den kräftigen Ranken verfangen.
"Das kann - insbesondere in tieferem Wasser – lebensbedrohliche Folgen haben. Badegäste sollten bewachsene Stellen daher meiden", erklärt der Behördensprecher.
Beide Talsperren gehören im Vogtland zu beliebten Ausflugszielen. Es gibt Wanderwege, Bootsanleger und an der Talsperre Pöhl Fahrgastschifffahrt.
Titelfoto: Maik Börner

