Glänzende Aussichten im Vogtland: Muschel-Museum beherbergt größte Perlmutter-Sammlung

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Adorf/Vogtland - Einmal wie eine Muschel fühlen - das geht im "Erlebnismuseum Perlmutter" in Adorf (Vogtland). Das Museum wurde nach umfangreichen Arbeiten Ende 2025 eröffnet. Es ist das Herzensprojekt von Leiter Steffen Dietz (64).

Museumsleiter Steffen Dietz (64) steht neben verschiedenen Schatullen aus Perlmutt.
Museumsleiter Steffen Dietz (64) steht neben verschiedenen Schatullen aus Perlmutt.  © Christian Schubert

Das Museum startete 1955 als Heimatmuseum, in den 90er-Jahren kam dann das Thema Perlmutter dazu.

"Seinerzeit hatten wir jedoch nur 30 bis 40 Exponate", erinnert sich Dietz. Schon damals dachte er an ein eigenes Perlmutter-Museum. Denn: "Mit Heimatgeschichte gewinnst du niemanden."

Mittlerweile hat Adorf die größte Perlmutter-Sammlung Deutschlands, sagt Dietz. Seit Ende 2025 gibt es das neu gestaltete "Erlebnismuseum Perlmutter".

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Und das ist Muschel durch und durch. Die gewölbte Fassade sieht aus wie eine Muschel. "Eine Muschel ist von Wasser umgeben, deshalb läuft hier auch alle 30 Minuten Wasser herunter."

Die Ausstellung im Inneren ist eng mit der Region verbunden. Drei Bereiche erwarten die Besucher: Wissenswertes über Flussperlmuscheln, die Perlenfischerei und die Verarbeitung von Perlmutter.

Übrigens: Perlmutter ist laut Dietz der exaktere Begriff für Perlmutt, die schillernde Innenschicht von Muscheln. "Das heißt so, weil die glänzende Schicht wie eine Mutter für die Perle ist." Jedoch: Einen Perlvater gibt es nicht.

Die Fassade des Erlebnismuseums im vogtländischen Adorf ist einer Muschel nachempfunden.
Die Fassade des Erlebnismuseums im vogtländischen Adorf ist einer Muschel nachempfunden.  © Christian Schubert
Früher wurden auch kleine Handtaschen mit Perlmutt belegt.
Früher wurden auch kleine Handtaschen mit Perlmutt belegt.  © Christian Schubert
Ein Schreibtischutensil mit Tintenfass.
Ein Schreibtischutensil mit Tintenfass.  © Christian Schubert
Das Schiffsmodell ist das Lieblingsobjekt des Museumsleiters.
Das Schiffsmodell ist das Lieblingsobjekt des Museumsleiters.  © Christian Schubert
Eine Nachbildung einer Kette aus 177 vogtländischen Perlen. Das Original ist im Grünen Gewölbe in Dresden ausgestellt.
Eine Nachbildung einer Kette aus 177 vogtländischen Perlen. Das Original ist im Grünen Gewölbe in Dresden ausgestellt.  © Christian Schubert

Adorf erlangte durch Perlmutterverarbeitung Bekanntheit

Neben Muscheln ist unter anderem auch ein fossiler Ammonit ausgestellt.
Neben Muscheln ist unter anderem auch ein fossiler Ammonit ausgestellt.  © Christian Schubert

Highlights sind Exponate aus Perlmutter. Darunter lokale Souvenirs, denn Adorf wurde durch die Perlmutterverarbeitung bekannt.

"Zu Hochzeiten waren über 1000 Personen damit beschäftigt", so Dietz. Die Firmen exportierten ihre Produkte sogar bis nach Amerika.

Ausgestellt sind etwa 40 Prozent der Sammlung, darunter Schatullen, Schmuck und Uhren. Dietz' Lieblingsexponat ist ein Segelschiff-Modell: "Wir wussten aus Katalogen, dass es existiert, und hatten es uns fürs Museum gewünscht."

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Eine Frau, deren Mann es in einer Adorfer Firma gefertigt hatte, vermachte das Modell schließlich dem Museum.

Titelfoto: Bildmontage: Christian Schubert (2)

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