Mega-Zipline in Sachsen geplant: Mit 70 km/h durch die größte Ziegelbrücke der Welt

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Reichenbach/Netzschkau - An einem Stahlseil mit Tempo 70 auf die größte Ziegelbrücke der Welt zurasen und am Ende mittendurch schweben - dieser Nervenkitzel soll zur neuen Touristenattraktion des Vogtlandes werden. Eine 718 Meter lange Zipline soll quer durch den zentralen unteren Brückenbogen der Göltzschtalbrücke führen. Neben dem Brückenflug ist ein neues Besucherzentrum mit Gastronomie, WCs, Spielplätzen und einer Ausstellung und Übernachtungsmöglichkeiten geplant.

Visualisierung: Von einem 35 Meter hohen Turm aus soll die Zipline zur Göltzschtalbrücke gespannt werden.
Visualisierung: Von einem 35 Meter hohen Turm aus soll die Zipline zur Göltzschtalbrücke gespannt werden.  © Visualisierung: mascontour GmbH & Schoener und Panzer Architekten BDA

Die Städte Netzschkau, Reichenbach und der Vogtlandkreis wollen das 30-Millionen-Euro-Projekt ab 2028 bauen und bis 2031 fertigstellen. "Die Göltzschtalbrücke ist das Alleinstellungsmerkmal des Vogtlandes und hat eine Strahlkraft über die Region hinaus", sagt Reichenbachs Oberbürgermeister Henry Ruß (62, Linke).

"Im Umfeld der Brücke hat sich jahrelang zu wenig getan. Jetzt steht die Tür weit offen, das zu ändern." Die Region hofft auf großzügige Förderung für das Leuchtturmprojekt. "Wir haben positive Signale erhalten, dass 75 Prozent Förderung möglich ist."

Das 574 Meter lange und 78 Meter hohe Bauwerk zwischen Netzschkau und Mylau zieht jährlich rund 80.000 Besucher an. "Die meisten sind nach einem kurzen Fotostopp schnell wieder weg. Das soll sich ändern. Unsere Göltzschtalbrücke soll zu einem ganzjährigen Magnet werden, der zum Verweilen einlädt", so Ruß.

Reichenbachs Oberbürgermeister Henry Ruß (62, Linke) schwärmt vom größten Tourismusprojekt der Region.
Reichenbachs Oberbürgermeister Henry Ruß (62, Linke) schwärmt vom größten Tourismusprojekt der Region.  © Kristin Schmidt

Am 6. Juli wird die erste Befahrung der Eisenbahnbrücke vor 175 Jahren gefeiert. Die nächste Führung zur Baugeschichte findet am Sonntag, 13 Uhr, statt. Kosten: 4 Euro.

Titelfoto: Visualisierung: mascontour GmbH & Schoener und Panzer Architekten BDA

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