Klingenthal - Nachdem Michael M. (54) seinen Nachbarn jahrelang das Leben zur Hölle machte, verließ er im Juni Klingenthal. Am Wochenende veranstalteten Anwohner nun erstmals ein Straßenfest. Dabei war die Erleichterung über den Weggang des renitenten Nachbarn groß. Währenddessen muss sich Michael M. am Freitag erneut vor Gericht verantworten.
Anwohner Tino Schlott (58) wohnt schon sein ganzes Leben in Klingenthal, in unmittelbarer Nähe der berüchtigten Straße "Zur Alm".
Dort terrorisierte Michael M. seine Nachbarn über 15 Jahre mit Baumaßnahmen, der Verengung von Fahrbahnwegen und Lärmbelästigung. Schlott hatte mit anderen Leidensgenossen am Samstag ein Straßenfest organisiert.
"Die betroffenen Anwohner setzen sich heute zusammen und feiern, dass nach Jahren der Barrikaden die Alm wieder frei ist", erzählt Schlott auf TAG24-Nachfrage.
Wo einst ein großer Bagger für Baumaßnahmen stand, fanden sich rund 25 Anwohner und Freunde für das Grillfest zusammen. "Es ist ein schönes Gefühl".
"Alm-Terrorist" muss am Freitag wieder vor Gericht erscheinen
Angst, dass Michael M. wiederkommt, hat Tino Schlott nicht. Der "Alm-Terrorist" soll nach Angaben von Anwohnern nach Bayern gezogen sein.
Allerdings muss der Terror-Nachbar am Freitag noch einmal ins Vogtland reisen. Dann muss Michael M. mal wieder vor dem Amtsgericht Auerbach antreten. Der Vorwurf dieses Mal: Körperverletzung. M. soll einen Nachbarn mehrmals geschubst und beleidigt haben.
Der Prozess sollte bereits im Januar stattfinden, allerdings war die Richterin krank. Tino Schlott wird dabei auch als Zeuge aussagen.