Nachbarschafts-Zoff nach 15 Jahren endlich vorbei? Stadt kauft Haus des "Alm-Terroristen"

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Klingenthal - Das Nachbarschafts-Drama zwischen den Anwohnern der Straße "Zur Alm" und dem renitenten Bewohner Michael M. (54) im vogtländischen Klingenthal ist vorerst zu Ende. Grund für den plötzlichen Frieden: Die Stadt kaufte das Grundstück des "Alm-Terroristen".

Die Straße "Zur Alm" war seit vielen Jahren ein Streitthema zwischen Anwohnern und dem "Alm-Terroristen".
Die Straße "Zur Alm" war seit vielen Jahren ein Streitthema zwischen Anwohnern und dem "Alm-Terroristen".  © Sven Gleisberg

Der Konflikt zwischen Michael M. und seinen Nachbarn dauerte unfassbare 15 Jahre.

In dieser Zeit trieb der "Alm-Terrorist" die Anwohner in den Wahnsinn, indem er zum Beispiel den Zufahrtsweg mit Sperrmüll oder Baugeräten versperrte. Irgendwann konnten sogar Rettungsfahrzeuge die Straße nicht mehr passieren.

Letzter Akt des Trauerspiels: Ende Mai brannte auf dem Grundstück von Michael M. ein Haus ab. Die Ursache ist noch immer ungeklärt.

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Umso größer die Überraschung, dass der renitente Nachbars-Schreck am Montag sein Grundstück mit Sack und Pack verließ.

Die Familie von Michael M. hatte mit der Stadt einen Vertrag unterschrieben - damit ist die Stadt Klingenthal seit vergangener Woche Eigentümer des Grundstücks.

Der "Alm-Terrorist" versperrte oftmals mit Baugeräten oder Sperrmüll den Weg.
Der "Alm-Terrorist" versperrte oftmals mit Baugeräten oder Sperrmüll den Weg.  © privat
"Alm-Terrorist" Michael M. (54) fuhr am Montag mit Sack und Pack von seinem Grundstück.
"Alm-Terrorist" Michael M. (54) fuhr am Montag mit Sack und Pack von seinem Grundstück.  © Robert Preuße

Oberbürgermeisterin Judith Sandner erleichtert

Oberbürgermeisterin Judith Sandner (51, Freie Wähler) konnte es kaum glauben, dass der Nachbarschaftsstreit wohl endlich der Vergangenheit angehört.
Oberbürgermeisterin Judith Sandner (51, Freie Wähler) konnte es kaum glauben, dass der Nachbarschaftsstreit wohl endlich der Vergangenheit angehört.  © Steffen Füssel

Mit dem plötzlichen Nachbarschaftsfrieden dürfte nicht nur den Anwohnern ein Stein vom Herzen gefallen sein.

Auch das Stadtoberhaupt zeigt sich erleichtert: "Ich kann es noch gar nicht richtig glauben", sagte Oberbürgermeisterin Judith Sandner (51, Freie Wähler) zur "Freien Presse".

Zunächst soll auf dem gekauften Grundstück aufgeräumt werden. Die Brandruine soll bis August der Vergangenheit angehören.

Titelfoto: Bildmontage: Sven Gleisberg, Robert Preuße

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