Vom Virus-Schiff in den Freistaat: Passagier der "MV Hondius" wird nach Sachsen gebracht

Von André Jahnke

Dresden - Unter den von einem Hantavirus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff betroffenen deutschen Passagieren ist auch ein Mensch aus Sachsen.

Die MV Hondius wurde im Hafen von Teneriffa evakuiert.  © Europa Press Canarias/EUROPA PRESS/dpa

Dies teilte das Bundesgesundheitsministerium (BMG) auf Anfrage mit. Nähere Angaben zum Geschlecht oder Wohnort der Person machte das Ministerium zunächst nicht.

Betroffen sind den Angaben zufolge Menschen aus Berlin, Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen.

Keine der vier Personen habe bisher Symptome, hieß es weiter.

Sachsen Demo vor dem Landtag fällt ins Wasser

Sie waren am Montag um 2.30 Uhr im Uniklinikum Frankfurt eingetroffen, niemand habe Symptome, hieß es weiter.

Die Passagiere sollten noch am Montag in die jeweiligen Bundesländer gebracht werden.

Anzeige

Zu erwarten sei, dass sie an ihren Wohnorten in häusliche Quarantäne kommen, teilte das Ministerium mit. "Während der nächsten Wochen werden die Kontaktpersonen kontinuierlich und engmaschig auf Symptome überwacht."

Über die konkreten Maßnahmen entscheiden die jeweils zuständigen Gesundheitsämter. 

Von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit kann es Experten zufolge bei diesem Erreger bis zu 45 Tage dauern.

Falls doch noch eine Person erkranken sollte, könne sie in speziellen Zentren nach besten medizinischen Standards und sicher behandelt werden, teilte das BMG mit.

Mehr zum Thema Sachsen: