Wieder Ärger auf Problem-Strecke Chemnitz - Leipzig: Reisende stecken in Akkuzug fest

Chemnitz - Kaum in Betrieb, machen die neuen Akku-Züge auf der Strecke des RE 6 richtig Ärger: Wegen einer Panne saßen Fahrgäste am Mittwoch zwei Stunden im Zug fest.

Wegen einer Panne saßen Fahrgäste am Mittwoch zwei Stunden in einem Akkuzug fest. (Symbolfoto)
Wegen einer Panne saßen Fahrgäste am Mittwoch zwei Stunden in einem Akkuzug fest. (Symbolfoto)  © Kristin Schmidt

Auslöser des Zwischenfalls war der Stromabnehmer auf dem Dach des Wagens. Dieser war noch angehoben, als der Zug den Chemnitzer Hauptbahnhof verließ. Eigentlich werden die Stromabnehmer nur zum Laden am Bahnsteig ausgefahren und müssen vor der Abfahrt wieder abgesenkt werden.

Die Deutsche Bahn stufte den Vorfall als "gefährliches Ereignis" ein.

Weil der angehobene Stromabnehmer die Oberleitung beschädigte, ging am Nachmittag nichts mehr. Der Zug musste stehen bleiben - und die Fahrgäste warteten.

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"Zunächst musste vor Ort sorgfältig geprüft werden, welche Risiken für die Reisenden bei einer möglichen Evakuierung bestehen", schildert die Mitteldeutsche Regiobahn (MRB) auf TAG24-Nachfrage.

"Um diese Risiken bestmöglich zu minimieren, wurde entschieden, die Fahrgäste mithilfe eines weiteren Fahrzeugs sowie eines zusätzlichen Triebfahrzeugführers zu evakuieren."

Evakuierung zog sich über fast zwei Stunden

Der Zug musste stehen bleiben. (Symbolfoto)
Der Zug musste stehen bleiben. (Symbolfoto)  © Kristin Schmidt

Die Evakuierung zog sich über fast zwei Stunden hin. Die MRB betont: "Für die Fahrgäste wie auch für unsere Mitarbeitenden bestand zu keiner Zeit eine Gefahr."

Inzwischen ist die Störung behoben, der Zugverkehr rund um den Chemnitzer Hauptbahnhof läuft wieder regulär.

Warum der Zug überhaupt mit angehobenem Stromabnehmer losfuhr, ist allerdings noch unklar.

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"Bei dem Vorfall lag nach aktuellem Stand keine Fahrzeugstörung vor. Die Untersuchungen zur genauen Ursache laufen derzeit noch", so die MRB.

Titelfoto: Kristin Schmidt

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