Während andere Krankenhäuser schließen: Klinik-Neubau setzt auf modernste Technik

Radeberg - Endspurt bei den Bauarbeiten im neuen Klinikgebäude vom Epilepsiezentrum Kleinwachau (bei Radeberg). Bereits nächste Woche sollen die ersten Patienten in den Klinikneubau einziehen. Während andernorts gejammert wird, setzt die Spezialklinik Ideen um, die nicht nur Patienten zugutekommen.

Das neue Haus D der Epilepsieklinik in Kleinwachau hat die Form eines Dreiecks mit runden Ecken.  © Steffen Füssel

Seit 1889 kümmert man sich in Kleinwachau um Menschen, die an Epilepsie erkrankt sind. Die Epilepsieklinik stellt das Kernstück des Zentrums dar, das Schul- und Heimstädte sowie Arbeitsort für über 300 Menschen mit besonderem Betreuungsbedarf ist.

Die Spezialklinik besitzt fünf Stationen mit insgesamt 53 Betten (Auslastung 97 Prozent). Lediglich eine weitere Einrichtung in Ostdeutschland besitzt noch das gleiche medizinische Profil.

Entsprechend weite Anreise-Wege nehmen Patienten in Kauf.

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"Unser Klinikneubau wird einen DDR-Plattenbau aus den 1970er-Jahren ersetzen, der den Anforderungen einer modernen Patientenversorgung nicht mehr gewachsen ist", sagt Geschäftsführerin Sandra Stöhr (47).

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Fast zehn Millionen Euro für moderne Medizin-Technik

Geschäftsführerin Sandra Stöhr (47) und Chefarzt Thomas Mayer (66) im Obergeschoss des Klinikneubaus.  © Steffen Füssel

Insgesamt 9,5 Millionen Euro investiert das Zentrum in den Neubau (2400 Quadratmeter Nutzfläche/36 Betten) sowie die Sanierung des alten Plattenbaus.

Stöhr: "Ohne die Fördermittel vom Land hätten wir das Projekt nicht stemmen können."

Helle Räume, modernste Medizin-Technik, großzügige Zimmer für kleine Patienten und deren Eltern: Chefarzt Thomas Mayer (66) freut sich, dass es nun bald erhebliche Verbesserungen im Klinikalltag geben wird.

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Perspektivisch kann er sich vorstellen, dass man vor Ort auch Forschung betreibt.

Tipp: Am 27. Februar lädt das Epilepsiezentrum zu exklusiven Einblicken in das neue Haus D ein. Von 13 bis 18 Uhr informieren die Spezialisten über ihre Arbeit.

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