Wegen der geplanten Reform: MP Kretschmer warnt vor Mini-Renten im Osten

Von Jörg Schurig

Dresden - Bei der geplanten Rentenreform sollte nach Ansicht von Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (51, CDU) auch die besondere Situation der Menschen in Ostdeutschland berücksichtigt werden. "Wir haben hier Renten von durchschnittlich knapp 1300 Euro pro Monat. Das ist deutlich weniger als im Westen. Zudem gibt es hier keine Zusatzversorgungssysteme oder Betriebsrenten", sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Dresden.

Die besondere Biografie und Lebensrealität der Menschen wahrnehmen - Sachsens MP Michael Kretschmer (51, CDU) wird mit Blick auf die Rentenreform nachdenklich.  © IMAGO/Mike Schmidt

Im Gegenzug gebe es etwa bei den Pflegeheimen nahezu die gleichen Kosten, betonte der Ministerpräsident.

"Das muss man zusammen sehen. Wir kämpfen hier sehr für unsere Menschen und wollen, dass deren Biografie und Lebensrealität wahrgenommen wird."

"Ich finde zumindest, dass wir über alles in Ruhe reden müssen und nicht alles sakrosankt und alternativlos sein kann", sagte Kretschmer.

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Es sei nicht sein Verständnis von Politik, dass eine Kommission Vorschläge mache und nachher laufe alles nach dem Motto "Friss oder stirb".

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Die Renten im Osten sind niedrig, die Pflegekosten dagegen ähnlich hoch wie im Westen.  © imago/Sven Simon

Merz will alle Vorschläge der Rentenkommission umsetzen

Das ist im Osten wie im Westen gleich: der Wunsch nach einem selbstständigen Leben im Alter.  © Jan Woitas/dpa

Die schwarz-rote Koalition will die bereits angekündigte Rentenreform bis zum Jahresende mit einem Gesetzespaket umsetzen.

Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) hatte angekündigt, alle 33 Empfehlungen der Rentenkommission vollständig und zügig umzusetzen. Damit rückt auch ein steigendes Rentenalter in Deutschland näher.

Auf Widerspruch war nach der Präsentation des Kommissionsvorschlags unter anderem gestoßen, dass beitragsfreie Minijobs nur noch für Schülerinnen und Schüler möglich sein sollen.

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