Weil zu viele Besucher kommen! Das passiert mit dem Ostereierweg 2026

Lichtenau - Der Ostereierweg zwischen Auerswalde und Garnsdorf (Landkreis Mittelsachsen) lockte in den vergangenen Jahren Tausende Spaziergänger an. Immer mehr Menschen wollten die liebevoll gestalteten bunten Eier sehen, die im Frühling auf rund sechs Kilometern an Bäumen und Büschen aufgehängt wurden. Zu viel für die privaten Initiatorinnen Cornelia Jahn (51) und Cathleen Wartenberg (49).

Cornelia Jahn (51) beim Schmücken Sträuchern mit Ostereiner.  © Uwe Meinhold

"Voriges Jahr kamen geschätzt zwischen 8000 und 9000 Leute. Da ging kein Apfel mehr zur Erde, überall parkten Autos", erzählt Cornelia Jahn. "Wir konnten die Besucherströme nicht mehr bewältigen und wollten den Pfad deshalb dieses Jahr schweren Herzens ausfallen lassen, um ein neues Konzept zu finden."

Der Sonnenlandpark ermöglicht nun einen Kompromiss. Seit Freitag wird ein Teil der bunten Eier im Eingangsbereich des Freizeitparks aufgehängt.

"Wir hatten in den Vorjahren unsere Hotelgäste gern zum Ostereierweg geschickt und dort auch selbst einen Baum geschmückt. Deshalb wollten wir der Initiative eine Möglichkeit geben, dieses Jahr sichtbar zu bleiben", sagt Parksprecherin Anita Müller (44). Die gebastelten Einzelstücke werden bis zum Ende der Osterferien zu sehen sein.

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Geht alles nach Plan, soll der Ostereierweg 2027 wieder an seinen Platz zurückkehren: frei zugänglich und kostenlos für jedermann.

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Cathleen Watenberg (49, l.) und Cornelia Jahn (51) suchen nach Partnern, damit der beliebte Ostereierweg 2027 wieder stattfinden kann.  © Maik Börner
Helene Wartenberg (15), Leonie Jahn (19) und Cathleen Wartenberg (49,v.l.) bringen eine Eier-Girlande an.  © Uwe Meinhold

Für die erforderlichen Parkplätze könnte sich das ändern: "Vielleicht geht es mit einem Shuttle-Service und einem größeren Parkplatz, der angemietet wird", so Cornelia Jahn. "Wir sind dabei, Partner zu finden und schauen uns an, wie beispielsweise Drebach den Ansturm an den Krokuswiesen lenkt."

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