Weniger Vorschriften! Ministerin will Bauen in Sachsen vereinfachen
Dresden - Sachsens Infrastrukturministerin Regina Kraushaar (62, CDU) will sich mit Blick auf Wohnungsbau und Infrastruktur für schnellere Verfahren, verlässliche Investitionen und weniger Vorschriften einsetzen.
"Der Bau steckt leider nicht nur an einer Stelle fest, sondern an vielen zugleich. Kosten, Verfahren, Standards und Finanzierung bremsen Projekte aus", sagte Kraushaar auf einer Konferenz des Bauindustrieverbandes Ost in Dresden.
Wer wieder mehr bauen wolle, müsse Genehmigungen beschleunigen, Normen auf den Prüfstand stellen und Investitionen planbar machen.
Kraushaar zufolge will Sachsen "digital, pragmatisch und nah an der Praxis" daran mitwirken. Doch das gehe nur mit dem Bund gemeinsam, so die Ministerin.
Hintergrund ihrer Ansage sind die anhaltend schwierigen Bedingungen für die Bauwirtschaft. Bundesweit wurden 2025 so wenige Wohnungen fertiggestellt wie seit mehr als zehn Jahren nicht.
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"Wir müssen ehrlicher darüber reden, welche Standards wirklich nötig sind und welche das Bauen einfach immer nur teurer machen", so Kraushaar.
Das bedeutet keinesfalls weniger Sicherheit, aber mehr Augenmaß und eine durchaus kritische Haltung zu den vorhandenen Normen.
Titelfoto: Bildmontage: picture alliance/dpa
