Dresden - Am Wochenende gab Sturmtief "Manja" den ersten Vorgeschmack auf den Herbst: Quer über den Freistaat sorgten fallende Bäume und Äste für Chaos. Doch so schnell wie es kam, war es auch wieder weg. So ist am Dienstag eher mit Sonne zu rechnen.
Sturmtief "Manja" im Norden, ein Hoch im Süden. "Das führte zu sehr großen Druckunterschieden auf kleinem Raum", erklärt Robert Noth (32), Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst (DWD).
"Und wir waren genau dazwischen." Der Sturm zeigte Wirkung: Allein in den Landkreisen Bautzen und Görlitz gab es bis Sonntagnachmittag 40 Unwettereinsätze. So stürzte eine Linde in der Johann-Friedrich-Petzold-Straße in Bautzen auf zwei geparkte Autos.
In der Sächsischen Schweiz wiederum warf der Sturm gegen 14 Uhr eine Pappel bei Rathen in die Oberleitung. Bis zum Abend musste die Strecke gesperrt bleiben, bis Bad Schandau richtete die Bahn Schienenersatzverkehr ein.
Bei Dohma krachte ein riesiger Ast eines Ahorns auf die Fahrbahn der Staatsstraße 173. Ein Volkswagen-Fahrer (70) bretterte hinein, verletzte sich dabei glücklicherweise nur leicht am Finger.
Auf kurze Beruhigung folgt womöglich schon bald eine Kaltfront mit Regen im Gepäck
Am Auto blieben 15.000 Euro Schaden zurück. Bei Wilsdruff kippte eine Pappel auf den Radweg zwischen Kesselsdorf und Grumbach, Personen oder Fahrzeuge wurden hier aber nicht getroffen.
Doch nun steht erst mal Beruhigung auf dem Programm: "Das Sturmtief ist nicht mehr relevant", erklärt Noth.
"Der Dienstag startet im Dresden noch bewölkt, aber weitgehend trocken. Ab Mittag setzt sich dann die Sonne durch."
Bis zu 14 Grad warm soll es werden, Wind wird es maximal im mäßigen Bereich geben. Mittwoch kann dann eine Kaltfront Regen mit sich bringen, aber auch hier soll es bei bis zu 12 Grad am Nachmittag wieder aufklaren.